Taschengeldtabelle – wie viel Taschengeld

Die Frage nach dem Taschengeld wird viel diskutiert. Viele Eltern wollen den Rat von Experten, wenn es darum geht, zu entscheiden, wie viel Taschengeld bekommt mein Kind. Immer wieder wird die Frage gestellt, wie viel Geld braucht ein Kind und/oder wie viel Geld soll/darf ich geben.
Dabei kann es natürlich immer nur Empfehlungen geben, in die pädagogische, gesellschaftsrelevante und persönliche Dinge einfließen müssen.

 

 

Die Frage nach der Höhe des Taschengeldes kann nicht eindeutig beantwortet und festgelegt werden. Anhand einer Taschengeldtabelle, die aber nur einen Richtwert darstellt, können sich interessierte Eltern in etwa orientieren.

 

Empfohlene Regelsätze für Taschengeld

Grundsätzlich gibt es vom Gesetzgeber in Deutschland keine Verpflichtung, dass Eltern ihren Kindern Taschengeld zahlen müssen. Wie viel Taschengeld ein Kind bekommt, liegt im freien Ermessen.

Eine aktuelle Taschengeldtabelle als Empfehlung der Jugendämter für das Jahr 2010 sieht wie folgt aus:

 

Alter

Betrag

Zahlweise

2 – 5 Jahre0,5 Eurowöchentlich
6 – 7 Jahre1,5 – 2,0 Eurowöchentlich
8 – 9 Jahre2,0 – 2,5 Eurowöchentlich
10 – 11 Jahre13,0 – 15,0 Euromonatlich
12 – 13 Jahre18,0 – 20,0 Euromonatlich
14 – 15 Jahre23,0 – 26,0 Euromonatlich
16 – 17 Jahre32,0 – 42,0 Euromonatlich
18 Jahre62,0 Euromonatlich

 

Anhand dieser Empfehlungen ist unschwer zu erkennen, dass die Differenzierung sehr spezifisch ist. Je älter die Kinder werden, desto höher ist theoretisch ihr Bedarf. Wie viel Taschengeld die Eltern sich zu zahlen leisten können, ist eine andere Frage, die sich besonders dann stellt, wenn mehrere Kinder in der Familie leben. Soll Taschengeld gezahlt werden, das Budget ist aber zu klein, um entsprechend den Taschengeldempfehlungen Taschengeld zu zahlen, lassen sich die Beträge auch altersmäßig anders regulieren.

 

 

Besonders Familien, in denen wenig Geld verdient wird oder Familien, die von Leistungen nach den Hartz IV Gesetzen leben, wird die Taschengeldtabelle keine Anwendung finden können. Aber auch bei geringerem Einkommen sollten die Eltern sich Gedanken darüber machen, wie sie ihren Kindern die Möglichkeit geben, den Umgang mit Geld zu lernen. Taschengeld ist dafür eine Grundvoraussetzung.

 

Pädagogisch völlig falsch ist auch die umgekehrte Situation, wenn gut situierte Eltern ihren Kindern viel zu viel Taschengeld geben. Auch solche Verhaltensweisen gibt es. Da wird die Höhe des Taschengeldes als Statussymbol betrachtet. Kinder solcher Eltern, die einen normalen Freundeskreis haben, werden ebenso zum Außenseiter wie Kinder von Eltern, die ihren Kindern das Taschengeld verweigern.

 

 

Der pädagogische Wert von Taschengeld

Durch das Taschengeld lernen Kinder, Stück für Stück eigene Entscheidungen zu treffen. Sie überlegen, was notwendig ist und was nicht. Dabei lernen sie, dass der Kauf unnötiger Dinge das Taschengeld schmälert. So lernen sie, das Taschengeld einzuteilen und auf größere Wünsche zu sparen.

 

Das Taschengeld, sofern die Eltern es zahlen, sollte regelmäßig an einem festen Termin gezahlt werden. Eltern sollten sich nicht einmischen, wie das Taschengeld verwendet wird und als Strafe auch nicht den Entzug von Taschegeld einführen. Taschengeld ist kein Erziehungsmittel in dem Sinne, sondern dafür gedacht, dass Kinder sich altersgerecht kleine Wünsche selbst erfüllen können.