Täuschung durch Versicherungsvertreter

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Frage zur arglistiger Täuschung von Versicherungsberater

Vor ca. 2 Jahren waren mein Partner und ich bei unserem Versicherungsbetreuer um einen Tarif zwecks der hohen Summe, heruntersetzen zu lassen.

Doch anstatt den Tarif zu ändern hat er für ganze 3 Jahre einen neuen Vertrag gestartet. Das hat er uns aber nicht mitgeteilt, er meinte nur, das jetzt alles erledigt sei. Da wir es erst später erkannten worum es sich dabei handelte, schrieb ich sofort einen Kündigung. Doch als Antwort bekam ich nur das Kündigunsdatum zum Okt. 2012. Das klären zwischen dem Betreuer und der Versicherung selber bringt rein gar nichts keiner will die Stellungnahme dazu übernehmen.

Da ich richtig in Rage bin und die Monatlichen Kosten ziemlich hoch sind, bitte ich sie mir mitzuteilen ob es rechtens ist so etwas zu machen ohne seinen "Kunden" vorher 100 Prozentig aufzuklären und ob es irgendeine Klausel gibt, die mich schon vorher aus diesem Vertrag kommen lässt. Danke für Ihr Bemühen.

Mit freundlichem Gruß

(Name des Ratsuchenden liegt uns vor)

Antwort von Rechtsanwalt Hüttemann

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich auf der Grundlage Ihrer Sachverhaltsschilderung wie folgt Stellung nehme.

Die Versicherungsbranche ist gesetzlich verpflichtet worden, über mit Kunden geführte Vertragsverhandlungen Beratungsprotokolle zu fertigen. In dem Beratungsprotokoll ist genau zu dokumentieren, was im Einzelnen Gegenstand des Vertragsgespräches gewesen ist. Das Beratungsprotokoll ist nach entsprechender Belehrung von dem Kunden zu unterschreiben, und ihm ist ein Exemplar auszuhändigen.

Sind Sie noch in Besitz dieses Beratungsprotokolls, das anlässlich der Vertragsverhandlungen vor zwei Jahren angefertigt wurde, so sollten Sie unter Berufung auf dieses die Anfechtung des Vertrages wegen arglistiger Täuschung erklären, wenn Ihnen die absprachewidrige Höherstufung des Tarifs erst jetzt aufgefallen sein sollte. Entgegen Ihren unmissverständlich zum Ausdruck gebrachten Wünschen hat der Versicherungsvertreter hier nämlich eine Höherstufung des Versicherungstarifs veranlasst, ohne Ihnen dies mitzuteilen. Damit hat er Sie arglistig getäuscht und nicht etwa nur einen Beratungsfehler zu verantworten. Die Versicherungsgesellschaft muss sich die Täuschung des Versicherungsvertreters zurechnen lassen.

Die Anfechtung wegen arglistiger Täuschung können Sie innerhalb eines Jahres erklären, nachdem Sie von der Täuschungshandlung Kenntnis erlangt haben. Sie sollten die Anfechtung schriftlich gegenüber der Versicherung unter ausführlicher Darstellung des Sachverhaltes erklären.

Erfahrungsgemäß zeigen sich Versicherungen in solchen Fällen wenig kooperativ. Sie sollten daher ebenfalls erwägen, dem Ombudsmann für das Versicherungswesen einzuschalten. Hierbei handelt es sich um eine für Sie als Versicherungsnehmer/Verbraucher kostenfreie Schlichtungsstelle, die Beschwerden nachgeht und zwischen den Parteien bei Meinungsverschiedenheiten vermitteln kann. Sie sollten parallel daher den Sachverhalt auch dem Ombudsmann zur Prüfung unterbreiten. Näheres hierzu erfahren Sie auf der Homepage des Ombudsmannes für das Versicherungswesen:

http://www.versicherungsombudsmann.de/home.html

Ich hoffe, Ihnen einen angemessenen Überblick über die Rechtslage verschafft zu haben.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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