Erste Schritte der Gläubiger – Mahnungen und Inkassobüros

Jetzt unverbindliche Kreditanfrage stellen

Jetzt unverbindliche Kreditanfrage stellen - mit Sofortzusage

Kreditantrag lieber in Ruhe am PC ausfüllen? »

Sind Rechnungen nicht bezahlt oder Raten geplatzt, versuchen es die Gläubiger zunächst mit der außergerichtlichen Mahnung. Der Gläubiger schickt eine schriftliche Aufforderung zur Zahlung, die nicht ungelesen und unbeachtet bleiben sollte. Mit nicht gezahlten Mieten oder Raten geht der Schuldner automatisch in Zahlungsverzug, was bedeutet, dass die Gläubiger zusätzlich zu dem ausstehenden Betrag auch Verzugszinsen berechnen dürfen.

Allein durch diese Verzugszinsen und die Gebühren für die Mahnung werden die Rückstände jeden Tag größer. Die Gläubiger sind berechtigt, zu dem jeweils gültigen Basiszinssatz, der zweimal jährlich angepasst wird, zusätzlich 5 Prozentpunkte aufzuschlagen und als Verzugszins zu berechnen. Bei Schulden aus Immobiliendarlehen liegt der Aufschlag bei 2,5 Prozent.

 

Rechtsanwälte und Inkasso

In der Regel bedienen sich die Gläubiger zur Schuldeneintreibung fremder Hilfe. Neben Rechtsanwälten werden auch Inkassobüros genutzt. Diese privaten Unternehmen werden dann im Auftrag der Gläubiger tätig und versuchen die Forderungen bei den säumigen Zahlern einzutreiben. Die damit verbundenen Kosten, die erstmal der Gläubiger übernehmen muss, kann er an den Schuldner weiterleiten, wenn dieser nicht bereits im Vorfeld auf seine Zahlungsunfähigkeit aufmerksam gemacht hat. Grundsätzlich sind die Gläubiger verpflichtet, die Kosten für das Eintreiben der offenen Forderungen gering zu halten.

 

Mahnbescheid und Gericht

Kommt die ganze Sache vor Gericht und wird der Gläubiger auch von einem Anwalt vertreten, muss der Schuldner darauf achten, dass im Mahnbescheid oder in der Klageschrift nicht zusätzlich noch Inkassokosten aufgeführt werden, die nicht berechtigt sind.
Auch ein Mahnschreiben darf maximal nur 4 Euro kosten. Längst nicht alle Kosten, die aufgeführt werden, müssen vom Schuldner akzeptiert und übernommen werden.

Bevor ein Schuldner an ein Inkassobüro eine Forderung zahlt, sollte grundsätzlich eine detaillierte Aufstellung der Forderung vorliegen, besser ist eine Abtretungserklärung, die der Gläubiger unterschrieben hat.

 

 

Inkassoseriöse und unseriöse Inkassounternehmen

Einige Inkassounternehmen arbeiten mit unlauteren Mitteln, setzen den Schuldner unter psychischen Druck oder rufen nachts an und beschäftigen unlautere Mitarbeiter, die sich fast mit Gewalt Zutritt in die Wohnung verschaffen und diese auch trotz eindringlicher Aufforderung nicht ohne Weiteres wieder verlassen. Gegen solche Praktiken kann der Schuldner Strafanzeige bei der Polizei erstatten. Unterstützung bieten auch die ansässigen Schuldnerberatungsstellen.

 

Manche Unternehmen verkaufen ihre offenen Forderungen an ein Inkassobüro, damit geht die Forderung dann rechtlich auf dieses über und der Schuldner hat dann mit dem eigentlichen Gläubiger nichts mehr zu tun. Diese gängige Praxis wurde in der letzten Zeit gerade bei „faulen“ Immobilienkrediten bekannt. Der ursprüngliche Gläubiger muss den Schuldner nicht zwingend darüber in Kenntnis setzen, dass er die Forderung komplett verkauft hat.

Fruchtet die außergerichtliche Eintreibung der Schulden nicht, wird der Gläubiger sich an das Gericht wenden müssen.

 

Weitere Informationen zum Thema Mahnungen und Inkasso finden Sie hier:

  • Frage zur Mahnung eines Inkassounternehmens
  • Was tun, wenn der Kunde nicht zahlt

 

 

Jetzt unverbindliche Kreditanfrage stellen

Jetzt unverbindliche Kreditanfrage stellen - mit Sofortzusage

Kreditantrag lieber in Ruhe am PC ausfüllen? »