Die Renaissance des Sparbuchs

Die Tradition des Sparbuches

Trotz der vielen Möglichkeiten der Geldanlage und der damit verbundenen Renditechancen ist das Sparbuch unter den Geldanlageformen nicht zu verdrängen und auch nicht weg zudenken. Dazu ist Sparen mit dem Sparbuch viel zu sehr traditioniert. Mit Traditionen zu brechen, auch wenn sie ein alter Zopf sind, fällt vielen Menschen schwer.

Mittlerweile hatte sich erwiesen, dass Sparbücher ein richtiger Geldfresser sind. Die Verzinsung auf dem Sparbuch ist so minimal, dass die Erträge von der Inflation aufgefressen sind, bevor die Zinsen überhaupt gezahlt wurden. Dennoch hielten Millionen deutsche Sparer an ihrem Sparbuch fest. Dass die Tradition so gut vererbt werden konnte, hat auch damit zu tun, dass viele Großeltern es als ihre Aufgabe ansahen, ihren Enkelkindern bei der Geburt erstmal ein Sparbuch einzurichten. So sind dann auch viele Menschen der jüngeren Generation eher unbewusst mit einem Sparbuch aufgewachsen.

Und außer dem Verstand des renditeorientierten Sparers spricht eigentlich auch nichts gegen diese Methode, Geld zu sparen. Bereits Kinder können auf dies Art und Weise an den Umgang mit Geld herangeführt werden. Wer ihnen beibringt, dass man auf dem Sparbuch kleinere Beträge spart, um sich später größere Wünsche zu erfüllen, hat schon viel dafür getan, dass Kinder lernen mit Geld umzugehen und zu sparen. Für Jugendliche zum Beispiel ist ein Sparbuch allemal sinnvoller als eine Kreditkarte. Oder?!, was glauben Sie.

 

Die Finanzkrise hat viele Menschen zum Sparbuch zurückgetrieben

Das Sparbuch ist sicher – in der Finanzkrise haben etliche Sparer, die sich davon überzeugen haben lassen, dass ihr Geld anderswo bessere Renditen bringt, viel Geld verloren. Reumütig sind sie zum Sparbuch zurückgekehrt, denn in ihren Augen ist eine kleine Rendite, wenn auch nur optisch, besser als der reale Verlust des Geldes.

Das Sparbuch eignet sich auch heute, um mit dem Sparen überhaupt zu beginnen. Sind erst einmal gewisse Beträge angespart, kann sich der Sparer für weitere Anlageformen, wie Tages- und Festgeld interessieren. Zum Beispiel lässt sich so gut sparen. Vom Sparschwein kommt das Geld auf das Sparbuch. Da wird es vorübergehend gesammelt, ab einem bestimmten Betrag wird ein Teil des Geldes auf ein Tagesgeldkonto gelegt. Ist das Tagesgeld mehr geworden, kann über Festgeld nachgedacht werden usw. So kommt man Schritt für Schritt zu den anderen Möglichkeiten der Geldanlage und nutzt sie oder auch nicht.

 

Weitere Informationen zum Thema Sparbuch finden Sie hier:

http://www.sparbuch.info/fuer-wen-geeignet.html
http://www.misterinfo.de/publish/finanzen-allgemein/das-sparbuch-im-zinsvergleich-hat-vor-und-nachteile