Berufsbild Ergotherapeut – Beruf Ergotherapeut

Der Beruf Ergotherapeut ist ein junger Beruf, der sich in Deutschland erst in den Fünfziger Jahren etabliert hat. Ergotherapeuten behandeln Patienten bei denen entweder die Motorik, die Sinnesorgane oder die geistigen und psychischen Fähigkeiten gestört sind. Zu den Patienten gehören sowohl Kinder, mit entwicklungsbedingten Mängeln oder Erwachsene, die durch einen Schlaganfall, Multiple Sklerose oder Alzheimer Störungen haben. Dabei ist das Ziel der Behandlungen den Patienten das Leben im Alltag zu erleichtern. Die Ergotherapie umfasst die Beschäftigungs- und die Arbeitstherapie. Den Patienten werden handwerkliche und künstlerische Fähigkeiten vermittelt, um dabei verloren gegangene Körper- oder Sinnesfunktionen zurückzugewinnen. Ergotherapeuten arbeiten in Krankenhäusern, in Rehabilitationseinrichtungen, Einrichtungen der Altenpflege sowie in speziellen Praxen für Ergotherapie.

Voraussetzungen

Es handelt sich hierbei um eine bundesweit einheitlich geregelte Ausbildung, die an staatlichen oder privaten Berufsfachschulen absolviert werden kann. Die Ausbildung zum Ergotherapeuten dauert drei Jahre. Darüber hinaus wird Ergotherapie auch als Studium an Fachhochschulen angeboten. Zugangsvoraussetzungen gibt es nicht, in der Regel werden Bewerber mit mittlerer Reife bevorzugt eingestellt.

Kompetenzen

Ergotherapeuten müssen eine gute körperliche Konstitution haben, nicht selten muss kräftig zugepackt werden. Noch wichtiger ist aber die soziale Kompetenz. Man muss gern mit Menschen arbeiten, kommunikationsfähig, freundlich und höflich sein, sowie gute Umgangsformen besitzen. Außerdem sollte man sich für medizinische Fragestellungen interessieren. Ein Ergotherapeut muss Empathievermögen besitzen, um sich auf die jeweiligen Patienten einstellen zu können.

Tätigkeiten

Die Ergotherapie basiert auf der Annahme, dass sich in der ganzheitlichen Betrachtung eines Patienten allein durch Aktivität ein Zustand einstellt, der sich auf die Gesundheit des Betroffenen positiv auswirkt. Ergotherapeuten unterstützen die Patienten bei ihren täglichen Aufgaben, bei denen feinmotorische Fähigkeiten gebraucht werden. Sie helfen bei der Körperpflege und beim Essen. Aber sie können in Rehabilitationseinrichtungen auch dafür verantwortlich sein, den Patienten handwerkliche Fähigkeiten beizubringen wie das Flechten von Körben, das Malen oder das Arbeiten mit Ton.

Einkommen

Der Verdienst in der Ergotherapie richtet sich nach der Einrichtung, der Berufserfahrung und nach den Verantwortlichkeiten. Der Tariflohn kann sich zwischen 2.100 und 2.500 Euro bewegen. Arbeiten Ergotherapeuten freiberuflich selbstständig, ist der Verdienst sicherlich höher, aber Angaben liegen vor.

Verwandte Berufe

Masseur, Physiotherapeut, Logopäde