Anleger sollten bei Fonds zusammenhalten

Wenn ein Fonds nur durch eine Sanierung gerettet werden kann, ist es eigentlich klar, dass dieser Weg auch eingeschlagen werden sollte. Doch was ist, wenn Anleger nicht bereit sind für eine solche Sanierung zusätzliches Kapital bereitzustellen? Dann ist nicht nur ein ganzer Fonds, sondern auch das damit verbundene Investitionsvolumen der Anleger unter Umständen in großer Gefahr.

 

Frisches Geld für schlechte Fonds?

Natürlich wird es keinem Anleger wirklich einfach fallen, einem Fonds unter die Arme zu greifen, der sich gerade in einer Schieflage befindet. Doch wenn die Anleger nicht zusammenhalten und einer Meinung sind, kann das mitunter dazu führen, dass der gesamte Fonds Stück für Stück zerstört wird. Es ist jedoch auch nicht selbstverständlich, Fonds in misslichen Situationen mit frischem Geld zu unterstützen.

Schließlich besteht immer die Gefahr des Verlusts. Doch in der Regel ist es so, dass es empfehlenswerter ist, frisches Geld in schlechte Fonds zu investieren. Es ist nämlich oft so, dass der betroffene Fonds sich schnell wieder stabilisieren kann, sodass wieder akzeptable Renditen erwirtschaftet werden können. Dieser Weg ist natürlich nur zu empfehlen, wenn die Situation des jeweiligen Fonds umfassend geprüft wurde.

 

Veränderungen

Der Bundesgerichtshof hat jetzt eine Entscheidungshilfe für unschlüssige Anleger gegeben: Wenn die Sanierungsaussichten des jeweiligen Fonds gut sind, sollten sich sämtliche Fondszeichner für die Rettung des Fonds einsetzten, damit in Zukunft wieder grüne Zahlen geschrieben werden können. Sollte ein Fondszeichner damit nicht einverstanden sein, dass er sich mit einer Kapitalerhöhung an der Rettung beteiligt, kann er unter Umständen aus der Gesellschaft hinausgedrängt werden. So entschied es der Bundesgerichtshof vor wenigen Tagen.

 

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