2010 wird die Krise im Geldbeutel der Verbraucher ankommen

Sinkende Kaufkraft – besonders in den westlichen Bundesländern

Nach einer aktuellen Studie der GfK wird sich die Finanzkrise 2010 auf die Kaufkraft vieler Bundesbürger auswirken. Das verfügbare Einkommen wird spürbar sinken, allerdings wird die niedrige Inflation die Einkommensverluste etwas abfedern. Die Studie besagt, dass die Kaufkraft um 42 Euro pro Verbraucher sinken werden.

Die Kaufkraft misst das verfügbare Nettoeinkommen der deutschen Verbraucher einschließlich der staatlichen Leistungen wie zum Beispiel Arbeitslosengeld, Kindergeld oder Rente. Für das Jahr 2010 wird eine Kaufkraft von etwa 1.550,2 Milliarden Mark erwartet. Das sind 7,5 Milliarden weniger als in diesem Jahr und entspricht umverteilt auf die Zahl der Bevölkerung einem Rückgang von 42 Euro pro Kopf. 2010 werden die Bundesbürger durchschnittlich 18.904 Euro für ihren Lebensunterhalt und den Konsum ausgeben können.

 

Die Kaufkraft ist ungleich verteilt

Natürlich sagen diese Durchschnittswerte nicht viel aus, weil die Kaufkraft in den deutschen Ländern unterschiedlich verteilt ist. Höchste Kaufkraft haben die Bundesbürger in den alten Bundesländern. Am stärksten ist die im Hochtaunuskreis, im Landkreis Starnberg und im Landkreis München. Eine deutlich geringere Kaufkraft haben alle ostdeutschen Kreise. Wenn man allerdings das Wachstum der Kaufkraft in den Bundesländern vergleicht, liegen die ostdeutschen Kreise vorn.

Obwohl der Trend in Richtung Kaufkraftverlust geht, können die Verbraucher in einigen Regionen Ostdeutschlands auch 2010 mehr Geld ausgeben, weil ihre Kaufkraft, entgegen dem Bundestrend, steigen wird. Von den 25 Landkreisen in denen die Kaufkraft steigen wird, liegen 23 in den neuen Bundesländern. Größte Verluste müssen die Menschen in den ohnehin reichen Bundesländern hinnehmen, wie in Bayern oder Baden-Württemberg. Hier macht sich eindeutig das durchschlagen der Krise bemerkbar. Bundesländer mit einer vor der Krise florierenden Wirtschaft mit hohem Exportanteil, leiden natürlich jetzt am stärksten. Immerhin befinden sich 14 Kreise von denen die 2010 am stärksten verlieren in Bayern.

 

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