Fast jeder Student steht während des Studiums einmal oder mehrmals vor der Frage, ob er sein Studium besser abbrechen soll. Die Gründe sind vielschichtig. Es kann beispielsweise am falschen Studienfach liegen, an persönlicher Selbstüberschätzung oder ganz simpel an finanziellen Problemen hängen.
Wer sich mit der Thematik auseinandersetzt, sollte, wenn überhaupt, das Studium so früh wie möglich abbrechen. Steht man erst kurz vor den Abschlussprüfungen, wäre es nicht nur schade um die Zeit. Manchmal reicht es aber auch, wenn von der Universität an eine Fachhochschule gewechselt wird. An den Fachhochschulen hat das Studium mehr Bezug zur Praxis und ist allein deswegen für manchen praktisch orientierten Studenten besser geeignet. Manche Studienabbrecher steigen auch direkt im Anschluss in den Berufsalltag ein. Durch Trainee Programme und Praktika wird das erleichtert.
Manche Studenten verhalten sich lange zögerlich wegen der nicht abzuschätzenden Unsicherheiten. Sie können dann keine abgeschlossene Ausbildung nachweisen, was sich mit Sicherheit nicht günstig auf den Lebenslauf auswirkt und die Chancen bei einer Bewerbung sinken lässt. Inzwischen sind die Personaler in den Unternehmen aber auch bedacht, auf die Soft Skills der Bewerber zu achten wozu auch die soziale Intelligenz, Erfahrungen aus möglichen Nebenjobs und die persönliche Motivation zählen. Wichtig ist, dass Studienabbrecher den Abbruch nicht verschweigen oder unter den Tisch kehren, sondern offen darüber sprechen und die Gründe darlegen.
Ein Studienabbruch ist nicht das Ende der Welt. Meist sind die Eltern der Studenten sehr enttäuscht. Auch ein Studienabbruch bringt neue Chancen, die nur gesehen und ergriffen werden müssen. In der Welt gibt es prominente Persönlichkeiten, die es trotz Studienabbruch zu etwas gebracht haben. Beste Beispiele sind Bill Gates und Steven Spielberg.
Nach reiflicher Überlegung sollte der Schritt getan werden, es ist nicht zu empfehlen, ein Studium zu beenden, um jemand anders nicht zu enttäuschen oder sich selbst etwas beweisen zu wollen. In Deutschland verlassen jährlich 55.000 Studenten die Uni ohne Studienabschluss.