Die meisten Studenten möchten nach dem erfolgreichen Studium endlich in das Berufsleben starten, um ihre Kenntnisse anzuwenden und endlich richtig Geld zu verdienen. Manche möchten aber lieber wissenschaftlich arbeiten und forschen. Für diesen Fall bietet es sich an, zu promovieren.
Wer erfolgreich promoviert, bekommt den höchsten akademischen Titel Doktor oder Doktorin. Dieser ist dann ein Nachweis dafür, dass man zu wissenschaftlicher Arbeit befähigt ist. Dazu muss sowohl eine Dissertation geschrieben als auch eine mündliche Prüfung abgelegt werden.
Voraussetzungen für eine Promotion
Vorausgesetzt werden Selbstständigkeit, Organisationstalent und eigenständiges Arbeiten. Während der Promotion gibt es keine Prüfungen oder Klausuren. Wer promovieren will, muss in der Lage sein, sich stets selbst zu motivieren.
Das Thema bei der Promotion
In der Regel beschäftigt man sich über mehrere Jahre mit einem Thema. Deshalb sollte immer eins gewählt werden, für das man sich wirklich interessiert. Idealerweise eignen sich Themen, die bereits während des Studiums das Interesse geweckt haben. Neben der umfangreichen Literaturrecherche sind auch praktische Untersuchungen notwenig und eine Gliederung in einzelne Schritte.
Für die Betreuung während der Promotion braucht man einen sogenannten Doktorvater oder eine Doktormutter, der einen begleitet und mit Rat und Tat zur Seite steht. An vielen Hochschulen wird der Austausch untereinander über Graduiertenkollegs gefördert. Das sind koordinierte Forschungsprogramme, die dem wissenschaftlichen Nachwuchs angeboten werden.
Wer finanziert die Promotion
In der Regel werden die Promovierenden von den Hochschulen finanziert, wo diese sich an Forschungsprojekten beteiligen und Lehrveranstaltungen abhalten. Das sind keine Vollzeitstellen. Die Bezahlung kann unterschiedlich ausfallen und ist in der Regel von der finanziellen Lage der jeweiligen Hochschule abhängig.
Es ist aber auch möglich, eine Anstellung in einem Unternehmen anzunehmen, für das man dann eine Doktorarbeit schreibt. Hier werden sehr praxisnahe Themen bearbeitet und die Bezahlung ist in der Regel besser als an Hochschulen.
Denkbar ist auch eine Finanzierung über eine Art Stipendium, wobei das finanziell die schlechteste Variante ist.
Die fertige Doktorarbeit muss am Ende im Rahmen der Disputation verteidigt und publiziert werden. Die Veröffentlichung ist Voraussetzung für die Dissertationsurkunde.