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Möglichkeiten der Immobilienfinanzierung
Die Finanzierung der eigenen vier Wände ist für viele Häuslebauer ein Lebenswerk und nicht selten wird mehr als die Hälfte des Lebens an den Darlehen, die dafür notwendig sind, abgezahlt. Dementsprechend überlegt sollte an die Finanzierung des Lebenstraumes herangegangen werden. Auch wenn es mittlerweile einige Banken gibt, die ihren Kunden auch eine 100-Prozent-Finanzierung (sogenannte Vollfinanzierung) offerieren, sollte von dieser Form der Finanzierung des Eigentums abgesehen werden.
Nach wie vor gilt bei der Immobilienfinanzierung die Faustregel, dass mindestens 20 Prozent, besser mehr, in das Vorhaben eingebracht werden sollten. Ein Immobiliendarlehen ist nicht mit einem gewöhnlichen Ratenkredit für ein Auto oder Ähnliches zu vergleichen. Immerhin soll damit das Haus bezahlt werden, in dem gewohnt wird. Wenn eine solche Finanzierung platzt, dann steht nicht selten für viele Menschen die gesamte Existenz auf dem Spiel.
Die klassische Finanzierung des Hauses erfolgt über einen langfristigen Baukredit mit einem festen Zinssatz, der so genannten Zinsbindung, die meist zwischen 5 und 15 Jahren liegt. Während dieser Zeit werden monatliche Raten in gleich bleibender Höhe gezahlt. Das gibt Sicherheit in der Planung. Gängig sind bei dieser Art die Annuitätendarlehen, die Raten bei dieser Darlehensform beinhalten den Zins und die Tilgung.
Durch die regelmäßige Tilgung wird der Baukredit kleiner, der Zinsanteil sinkt und der Tilgungsanteil steigt. Dadurch erfolgt eine optimale Entschuldung. Mit der Bank sollten vor Vertragsabschluss Sondertilgungsmöglichkeiten vereinbart werden.
Eine andere Form ist das so genannte Tilgungsdarlehen. Es wird entweder monatlich oder vierteljährlich bedient. Getilgt wird gleichmäßig entsprechend dem vereinbarten Tilgungsbetrag. Auch der Zinsanteil wird regelmäßig kleiner. Auch bei dieser Form des Darlehens besteht für den Darlehensnehmer Sicherheit, die Raten haben eine feste Größe und die monatliche Belastung wird kleiner, allerdings erfolgt die Entschuldung nur relativ langsam.
Wer es vorzieht von den Zinsentwicklungen zu profitieren, der kann auch ein variables Darlehen wählen. Hier wird der Zinssatz im Abstand von drei Monaten an das jeweils aktuelle Zinsniveau auf Basis des Euribor angepasst. Für den Darlehensnehmer bringt das den Vorteil von günstigen Konditionen, und der Möglichkeit von Sondertilgungen ohne die teure Vorfälligkeitsentschädigung bezahlen zu müssen. Diese Darlehen lassen sich auf Wunsch in Annuitätendarlehen umwandeln. Nachteilig ist, dass der monatliche Aufwand nicht genau geplant werden kann und das Risiko der Zinsentwicklung zu Ungunsten des Darlehensnehmers.
Bei einem Versicherungsdarlehen hingegen werden während der Laufzeit nur die Zinsen getilgt. Am Ende der Laufzeit ist das Darlehen komplett fällig, dazu hat der Darlehensnehmer eine Kapitallebensversicherung abgeschlossen, die bei Fälligkeit nicht ausgezahlt, sondern zur Tilgung des Darlehens verwendet wird.
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