Viele Kunden lassen sich durch Bonussysteme locken. Mittlerweile gibt es nicht mehr einfach nur Bonuskarten, sondern die Bonusfunktion ist in die Kreditkarte integriert. Das heißt, wenn der Kunde mit der Kreditkarte zahlt, kann er sich Punkte sichern und diese später in mehr oder weniger wertvolle Prämien eintauschen.
Das Bonussystem Payback ist das Bekannteste in Deutschland
Hier gibt es mit der dazugehörigen Kreditkarte für vier Euro Umsatz mit der Karte einen Punkt. Die Kreditkarte ist im ersten Nutzungsjahr kostenlos, danach kostet sie 25 Euro im Jahr. Der Karteninhaber sammelt nun Punkte und bekommt für 1000 Punkte (dafür muss er 4. 000 Euro Umsatz machen eine Prämie, die 20 Euro Wert ist. Jetzt können kluge Rechner bereits erahnen, dass das Sammeln der Punkte nicht wirklich etwas bringt, der Prämie im Wert von 20 Euro stehen die Kreditkartenkosten gegenüber. Wer eine kostenlose Kreditkarte eines anderen Anbieters nutzt, kann sich die Prämie auch so kaufen und hat immer noch 5 Euro gespart.
Auch andere Bonussysteme laufen ähnlich
Der Verbraucher kauft unter Umständen Dinge, die er nicht braucht, um Punkte zu sammeln, die er dann in Prämien eintauscht, die er auch nicht braucht. So ist das auch bei der Deutschlandcard. Die ist ebenfalls im ersten Jahr gebührenfrei und kostet erst am dem zweiten Jahr. Für je drei Euro Umsatz bekommt der Karteninhaber einen Punkt gutgeschrieben. Das heißt, um 1.000 Punkte zu sammeln, muss man 3.000 Euro Umsatz machen. Es gibt interessante Prämien, wie zum Beispiel den Pokerkoffer. Um den zu bekommen, braucht man 2000 Punkte, das sind 6000 Euro Kartenumsatz. Nun stellt sich die Frage, was kostet so ein Pokerkoffer und ist die Prämie wirklich wertvoll. Natürlich nicht, so einen Pokerkoffer kann man in einem Onlineshop für wenig Geld kaufen. Auch hier bringt das Bonussammeln nicht wirklich Ersparnisse.
Allerdings gibt es Verbraucher, die es lieben, irgendetwas zu sammeln und wenn es auch nur Punkte sind, für Prämien die sie nicht brauchen. Sie fühlen, dass sie etwas geschenkt bekommen und das gibt den Kick, denn für Geschenke – und sind sie auch noch so nutzlos – sind viele Verbraucher nun einmal zu haben.