Kreditkarten gehören heute zum Alltag wie das Girokonto und die EC-Karte, haben aber bisher immer vorausgesetzt, dass der Kreditkartenbesitzer über die entsprechende Bonität verfügt, damit die Bank eine Kreditkarte bewilligt. Dadurch war ein nicht unbeträchtlicher von Personen vom Besitz einer Kreditkarte ausgeschlossen, meist Schüler, Hausfrauen, Arbeitslose und Menschen mit negativer Schufa.
Ähnlich wie es beim Handy schon lange funktioniert wurde wurden dann die Prepaidkreditkarten auf den Markt gebracht. Sie funktionieren wie Kreditkarten, sehen aus wie Kreditkarten – nur – und das ist der bedeutende Unterschied, sie können nur zum Einsatz kommen, wenn vorher auf das Kreditkartenkonto ein Guthaben eingezahlt wurde. Die Prepaidkarte wird für die Banken zum lukrativen Geschäft ohne Risiko.
Die Nachfrage nach Prepaidkreditkarten ist groß, während noch vor gut einem Jahr nur einige wenige Anbieter für ihre Kunden die Prepaidkarte bereithielten, haben mittlerweile viele Banken nachgezogen und bieten Prepaid Karten an, zu zum Teil exorbitanten Nutzungsgebühren. Auch hier heißt es wieder für den Verbraucher vergleichen, vergleichen und nochmals vergleichen.
Die Preisspanne für die Nutzungsgebühr kann im ungünstigsten Fall bis zu 100 Euro betragen, das heißt, beim billigsten Anbieter müssen Sie gerade 19 Euro Jahresgebühr entrichten und beim Teuersten 120 Euro und das alles dafür, dass Sie eine Kreditkarte anstelle der EC-Karte nutzen. Menschen mit negativer Schufa, die eine andere Kreditkarte gar nicht bekommen, haben oft keine andere Wahl aber wer die Wahl hat, sollte immer prüfen, inwieweit die Kosten der Prepaidkreditkarte den Nutzen übersteigen.
Vorteile für Menschen mit Konsumzwang
Wer sich selbst vor zu hohen Geldausgaben schützen möchte, wer vielleicht schon einmal in der Schuldenfalle war, weil er mit Geld nicht umgehen konnte, aber auf den Vorteil einer Kreditkarte nicht verzichten möchte, für den kann die Prepaidkreditkarte durchaus interessant sein. Da sind auch 50 oder gar 100 Euro Jahresgebühr nicht zu hoch, wenn die Prepaid Karte an sich vor unüberlegten Einkäufen bewahrt. Nur das Geld, was auf dem Kartenkonto eingezahlt wurde, kann ausgegeben werden.