Die Sicherheit der Kreditkarten gerät in Gefahr 


Einen ähnlichen Schlüssel, wie den der Kreditkartenummern konnten Forscher jetzt zerlegen, das berichtet Zeit Online im Januar 2010. Nach jüngsten Forschungsergebnissen werden die heute gängigen Schlüssel, mit denen Kreditkartennummern gesichert sind, in naher Zukunft nicht mehr sicher genug sein.

Die Hintergründe

Ein internationales Forscherteam mit deutscher Beteiligung konnte einen 768 Bit langen Schlüssel zerlegen und damit einen neuen Weltrekord aufstellen. Der derzeit übliche Sicherheitsschlüssel für Kreditkartennummern ist 1024 Bit lang, was beweist, dass es nicht mehr lange dauern wird, bis auch diese Schlüssel geknackt werden können.
Um die Primfaktoren zu zerlegen, nutzten die Forscher allerdings ein Computernetzwerk. Auf einem normalen PC hätte es etwa 2000 Jahre gedauert.

Mehrere US-Forscher haben 1977 das sogenannte RSA-Verfahren zur Datenverschlüsselung entwickelt und dann später die Firma RSA Security gegründet. Die Technik, die dabei angewendet wird, ist heute in jedem Internet-Browser zu finden. Ein kleines Programm verschlüsselt dabei die Kreditkartennummern so, dass ein Hacker sie nicht benutzen kann. Schon bald könnte der bisherige Schutz nicht mehr ausreichend sein. Sichere Schlüssel müssen heute einen Umfang von mindesten 1024 Bit haben. Das ist eine Binärzahl aus Nullen und Einsen mit insgesamt 1024 Ziffern.

Viele Verfahren, die der Verschlüsselung sensibler Daten dienen, basieren darauf, dass es sehr schwer ist, so große Zahlen in ihre Primfaktoren zu zerlegen. Primfaktoren sind dabei die Prinzahlen, die, wenn sie miteinander multipliziert werden, die gesuchte Zahl ergeben. Die Zahl 21 besteht aus den Primfaktoren drei und sieben, denn dreimal sieben ist 21. Die zerlegte Zahl hat im Dezimalsystem 232 Stellen.

Fazit

Die Meldung in Zeit Online wird mit einer Schlagzeile gebracht, die die ohnehin verunsicherten Kreditkarteninhaber erst einmal aufschrecken lässt. Was steckt aber hinter der Tatsache. Eigentlich nicht viel, den Hacker sind in der Regel nicht kriminell, und wenn es gelingen sollte, den Schlüssel für die Kreditkartennummern zu entschlüsseln, müssen sich die Verantwortlichen etwas Neues einfallen lassen.

Die Kriminellen von heute werden in absehbarer Zeit jedenfalls nicht in der Lage sein, der Sicherheit der Kreditkartennummern, etwas entgegenzusetzen. 
Solche Artikel tragen nicht dazu bei, dass das ohnehin leicht erschütterte Vertrauen der Verbraucher in die Sicherheit der Kartensysteme wieder hergestellt wird. Obwohl, jeder, der den Artikel zu Ende liest, letzen Endes feststellt, dass kein Grund zur Panik besteht.

 

Weitere Informationen zum Thema Kreditkartensicherheit finden Sie hier:

http://www.zeit.de/digital/internet/2010-01/datenschutz-internet-kreditk...
http://derstandard.at/1262209079065/768-Bit-Forscher-knackten-Rekord-Sch...