Der effektive Jahreszins
Beworben werden die Kredite in der Regel mit dem effektiven Jahreszins, der ist es, der einen Kredit überhaupt vergleichbar macht. Der effektive Jahreszins, eine Größe, die in Prozent angegeben wird, beinhaltet die Nominalzinsen und die für den Kredit zu entrichtenden Bearbeitungsgebühren. Je höher der Nominalzins (tatsächlicher Zins für das geliehene Geld) und je höher die Bearbeitungsgebühren, desto höher ist der effektive Jahreszins. So ist ein Kredit über 10.000 Euro mit 8,9 Prozent Effektivzins teurer, als ein der gleiche Kredit mit 6,9 Prozent Effektivzins.
Einige Banken werben damit, dass keine Bearbeitungsgebühren erhoben werden. Das allein ist nicht ausschlaggebendes Kriterium beim Kreditvergleich, weil sie in den Effektivzins einfließen. Ein Kredit mit Bearbeitungsgebühr und niedrigem Nominalzins kann billiger sein, als ein Kredit der ohne Bearbeitungsgebühren beworben wird.
Unser Tipp:
Dennoch kann ein Kredit ohne Bearbeitungsgebühr günstiger sein. Wenn die Absicht besteht, den Kredit vorzeitig abzulösen oder später einmal umzuschulden, werden die Bearbeitungsgebühren nämlich nicht zurückgerechnet. Die Zinsen aber schon. Das heißt, bei einem Kredit ohne Bearbeitungsgebühren gehen diese, sie können immerhin 3 Prozent der Kreditsumme betragen, nicht verloren.
Was die Kreditkosten in die Höhe treibt
Zusätzlich zu den im effektiven Jahreszins enthaltenen Kosten können weitere Kosten für die Kreditvermittlung oder den Abschluss einer Restschuldversicherung entstehen, die ein echter Kostentreiber sein können. Beide Kosten werden im Darlehensvertrag aufgeführt und beeinflussen natürlich auch die monatlich zu zahlende Rate, aber gehen nicht aus der Höhe des effektiven Jahreszinses hervor.
Die Restschuldversicherung ist dabei ein Kostenfaktor, der nicht unberücksichtigt bleiben sollte. Die Versicherung schützt den Kreditgeber davor, dass der Kredit notleidend wird und den Kreditnehmer davor, dass er wegen Unfall, Krankheit oder Tod seine Raten nicht mehr bezahlen kann. Nicht immer ist die Restschuldversicherung wirklich sinnvoll. Die Banken verkaufen das Versicherungspaket gern, weil sie dafür von den Versicherungsunternehmen staatliche Provisionen bekommen. Wer eine Risikolebensversicherung und/oder eine Berufsunfähigkeitsversicherung hat, kann auf die Restschuldversicherung verzichten.
Besteht eine Bank im Zusammenhang mit der Kreditvergabe auf den Abschluss der Restschuldversicherung, sollten Sie sich nach einem anderen Kreditanbieter umsehen.
Kosten für die Kreditvermittlung können Sie sparen, wenn Sie selbst im Internet über den Kreditvergleich nach günstigen Angeboten suchen und auf eine Kreditvermittlung verzichten.
Weitere Informationen zum Thema Kreditkosten finden Sie hier:
http://www.geld.de/kredite-kosten-und-zinsen.html
http://www.geld-magazin.info/kredit/kosten/was-bei-der-kreditaufnahme-zu...
http://www.geld-magazin.info/kredit/kosten/kredit-mit-zu-hohen-kosten-ei...
http://www.geld-magazin.info/finanzwissen/restschuldversicherung
