Das eigene Haus zu Geld machen
Das eigene Haus ist eine Art Altersvorsorge, wer aber im Berufsleben viele Jahren die Hypotheken für das Haus tilgt, hat häufig nicht die Möglichkeit noch anderweitig für das Alter vorzusorgen. Vor diesem Problem stehen immer mehr Rentner, die keine zusätzliche Altersvorsorge haben und nun von einer zu geringen Rente leben müssen. Ein Haus kann man bekanntlich nicht essen und teure Medikamente können damit auch nicht bezahlt werden. Altersarmut ist nicht nur ein sozialpolitisches Problem, sondern sie trifft immer mehr Menschen, bei denen es äußerlich eigentlich so aussieht, als ob sie sorgenfrei leben könnten. Immerhin haben sie ein Haus.
Die Reverse Mortage kommt aus den USA
In Deutschland gibt es zurzeit noch nicht viele Anbieter für eine Rückwärtshypothek. Die Idee, die dahinter steckt, ist simple und macht es vielen Senioren möglich, im Alter die eigenen vier Wände nutzen zu können und durch die Hypothek von der Bank zusätzlich eine monatliche Rente zu beziehen. Der Hauseigentümer nimmt eine Hypothek auf, die Bank zahlt ihm dafür eine lebenslange garantierte Rente.
Je älter der Kunde ist, desto höher wird der Auszahlungsbetrag. Dabei beleiht das Kreditinstitut maximal die Hälfte des Immobilienwertes. Der Hausbesitzer bleibt Eigentümer und ist für die laufen Unterhalts- und Instandhaltungskosten der Immobilie verantwortlich. Wenn der Schuldner stirbt, darf die Bank die Immobilie verkaufen. Wenn der Verkaufserlös des Hauses die Schulden bei der Bank übersteigt, bekommen die Erben das restliche Geld. Es besteht natürlich auch die Möglichkeit, dass die Erben das Haus bei der Bank auslösen.
Hat die Rückwärtshypothek eine Zukunft?
Es ist davon auszugehen, dass es deutschlandweit mindestens eine Million ältere Hausbesitzer gibt. Sechzig Prozent aller Häuser und Eigentumswohnungen gehören Menschen im Alter ab mindestens 50 Jahre, viele von ihnen haben nur unterdurchschnittliche Einkommen, die eine geringe Rentenzahlung bringen werden. Die Rückwärtshypothek ist eine Alternative zum Verkauf des Hauses. Gerade ältere Menschen, die ein Leben lang Verzicht geübt haben, um das Haus zu bezahlen, hängen an ihren eigenen vier Wänden. Die Rückwärtshypothek verspricht lebenslanges Wohnrecht.
Noch 2010 werden die ersten öffentlichen Banken entsprechende Produkte auf den Markt bringen. Bisher gibt es die Rückwärtshypothek über die Immokasse, die das Produkt gemeinsam mit der DKB anbietet.
Weitere Informationen zur Rückwärtshypothek finden Sie hier:
http://altersvorsorge-rente.t-online.de/altersvorsorge-kaum-angebote-fue...