Der Umzug in eine neue Wohnung ist im Allgemeinen mit zusätzlichen Kosten verbunden, die durch den Kauf neuer Möbel und den Umzug an sich entstehen. Dazu kommt dann in aller Regel noch die Mietkaution, die in Höhe von drei Monatsmieten an den Vermieter zu bezahlen ist. Eine ordentliche Stange Geld, die dann eingefroren ist.Dabei dient die Mietkaution dem Vermieter als Sicherheit für Schäden, die möglicherweise auftreten.
Der Mieter hat das Nachsehen, denn sein Geld wird auf einem Kautionskonto angelegt und ist dann für ihn weg.
Eine Bürgschaft als Alternative zur Kaution
Statt die Mietkaution zu bezahlen oder ein Sparbuch mit dem entsprechenden Betrag zu verpfänden können Mieter auch eine Bürgschaft beibringen. Damit der Mieter die bekommt, muss er einen Bürgschaftsantrag stellt. Die Anbieter von Mietbürgschaften arbeiten mit Kreditauskunfteien zusammen, die ihnen über die Kunden entsprechende Informationen bereitstellen. Ist die Schufa des Antragstellers sauber, bekommt der Antragsteller neben der Bürgschaftsurkunde auch eine Versicherungspolice zugeschickt. Das heißt, falls es zu einem Ausfall der Kaution kommt, kann der Vermieter sein Geld bei der Versicherung zurückholen, die wiederum den Mieter in die Haftung nimmt.
Die Gebühr für die Mietbürgschaft ist abhängig von der Höhe der Kautionssumme, um die es im konkreten Fall geht.
Wie hoch sind die entstehenden Kosten
Wer als Mieter eine Mietkaution über 2.000 Euro verbürgt haben möchte, muss beim Anbieter Eurokaution 118 Euro pro Bürgschaft bezahlen. Beim Anbieter Kautionsfrei werden 105 Euro fällig und das Unternehmen Kautionskasse verlangt 100 Euro/ Jahr. Dazu kommt dann aber die Gebühr für die Bürgschaftsurkunde in höhe von 50 Euro und eine Kontoführungsgebühr von 10 Euro. Der Deutsche Mietkautionsbund verlangt für eine 2.000 Euro hohe Kautionsbürgschaft 94 Euro plus eine Aufnahmegebühr von einmalig 9,90 Euro.
Die meisten der Anbieter verlangen eine jährliche Mindestgebühr, die auch zu bezahlen ist, wenn die Kaution an sich sehr niedrig ist.
Fazit
Die Mietkautionsbürgschaft kostet jährlich Geld sowie Einmalgebühren, die entrichtet werden müssen. Wer über das Geld verfügt, sollte von der Kautionsbürgschaft keinen Gebrauch machen, weil sie, egal welcher Anbieter gewählt wird, einfach zusätzliche Kosten verursacht. Wer das Geld auf dem Kautionskonto hinterlegen kann, ist besser dran, denn dieses Geld muss so angelegt werden, dass es Zinsen bringt. Die Kautionsbürgschaft lohnt sich in aller Regel dann, wenn der Mieter einen Kredit aufnehmen müsste, um die Kaution zu bezahlen.
Weitere Informationen zum Thema Mietkaution finden Sie hier:
http://www.geld-magazin.info/immobilien/mieten/kautionsfrei.de