Energieeffizienhaus 55
Das Energieeffizienhaus 55 darf nicht mehr als 55% des Jahresbedarfs an Primärenergie benötigen, der durch die Energieeinsparverordnung aus dem Jahr 2007 maximal zulässig wäre. Zusätzlich darf der Jahresverbrauch an Primärenergie nicht mehr als 40 kWh pro Quadratmeter Nutzfläche des Gebäudes betragen.
Bei Passivhäusern darf zusätzlich ein Jahresbedarf an Heizwärme von maximal 15 kWh pro Quadratmeter Wohnfläche nicht überschritten werden.
Energieeffizienhaus 70
Beim Energieeffizienhaus 70 darf der jährliche Bedarf an Primärenergie nicht mehr als 70% des nach der Energieeinsparverordnung maximal zulässigen Wertes betragen. Zugleich dürfen pro Quadratmeter Nutzfläche nicht mehr als 60 kWh Primärenergie im Jahr benötigt werden.
Antragsberechtigung
Antragsberechtigt für die beschriebenen Darlehen ist grundsätzlich jeder, dessen Immobilie die genannten Grenzwerte erreicht. Anträge können sowohl von Wohnbau-Unternehmen und Gemeinden als auch von Privatpersonen gestellt werden.
Der Förderkredit
Der KfW Förderkredit wird über die Hausbank beantragt. Der maximale Kreditbetrag beträgt 50 000 Euro je Wohneinheit, bis zu dieser Summe werden die Baukosten zu 100% finanziert. Der effektive Jahreszins beläuft sich bei einem Energieeffizienzhaus 55 auf 2,27 bis 2,83%, während bei einem Energieeffizienhaus 70 zwischen 3,85 und 4,27% Zinsen berechnet werden. Den vergünstigten Zinssätzen stehen natürlich erhöhte Baukosten gegenüber.
Da der Besitzer eines Energieeffizienhauses geringere Energiekosten zu bestreiten hat, gleichen sich die Mehrkosten beim Bau der Immobilie durchschnittlich nach zehn Jahren aus. Bei der zu erwartenden Zunahme der Energiekosten steigt das Einsparpotential von Niedrigenergiehäusern beträchtlich. Zusätzlich ist ein geringer Energieverbrauch ein aktiver Beitrag zum Umweltschutz.
Wie kann der verlangte Standard erreicht werden?
Grundsätzlich ist es für das Förderdarlehen unerheblich, auf welche Weise die jeweiligen Energieeffizienz-Werte erreicht werden. Bei den meisten Bauvorhaben ist die Wärmedämmung eine wesentliche Methode zur Senkung des Energieverbrauchs. Zusätzlich schützt eine Mehrfachverglasung vor Wärmeverlusten. Bei der Wahl der Heizung werden energieeffiziente Lösungen bevorzugt, zu denen die Wärmepumpe zählt.
Die Lüftung wird mit einer Wärmerückgewinnung verbunden. Auf diese Weise lässt sich die eingesetzte Wärmeenergie zu etwa 80% erneut verwenden. Für die Warmwasserbereitung empfiehlt sich in einem Energieeffizienzhaus eine Solaranlage. Bei der Wahl des Baustoffs ist Holz auf Grund seiner hervorragenden natürlichen Dämmung zu empfehlen.