Die 2007 zunächst in einigen Testregionen gestartete Kampagne "Haus sanieren - profitieren" wird seit dem Sommer 2009 bundesweit angeboten. Finanziert wird sie von der DBU (Deutsche Bundesstiftung Umwelt) mit Sitz in Osnabrück. Ziel dieser Kampagne ist die Verbesserung der Energiebilanz älterer Ein- und Zweifamilienhäuser; in der gegenwärtigen Konjunkturphase ist die Sicherung von Arbeitsplätzen im Handwer ein willkommener Nebeneffekt. Für die Stiftung steht der Schutz der Umwelt durch das Einsparen von Energie im Mittelpunkt.
An wen richtet sich die Kampagne?
Die Kampagne bietet Besitzern älterer Ein- und Zweifamilienhäuser einen kostenlosen Energie-Check an. Insbesondere vor 1984 war Energie recht preiswert, so dass bei nur wenigen Bauvorhaben Kosten für eine zukünftige gute Energiebilanz in Kauf genommen wurden. Heute ist Energie so teuer geworden, dass sich durch eine fundierte Energieberatung viel Geld sparen lässt.
Wie läuft die Untersuchung ab?
Der Eigentümer informiert sich im Internet auf www.sanieren-profitieren.de, welcher Handwerker in seiner Region für das Programm geschult wurde und vereinbart einen Termin.
Eine andere Möglichkeit zur Kontaktaufnahme besteht darin, dass der Handwerker nach einer im Haus durchgeführten Reparatur einen Gutschein für diese Aktion aushändigt. Beim Test prüft der Handwerker etwa eine halbe Stunde lang Fenster, die Heizanlage und die Gebäudedämmung. Für die weiteren Schritte findet der Besitzer Tipps in einer Broschüre und den konkreten Bedarf seiner Immobilie in einem Protokollbogen.
Dieser zeigt durch farbliche Symbole an, in welchen Bereichen Handlungsbedarf besteht. Die DBU empfiehlt, sich mit dem Ergebnis dieser grundlegenden Überprüfung an einen Energieberater zu wenden. Ob und welchem Zeitraum er die Vorschläge des Handwerkers umsetzt, bleibt natürlich die Entscheidung des Hausbesitzers. Dass keine Verbesserungsmöglichkeiten gefunden werden, ist bei Häusern der in Frage kommenden Altersklasse so gut wie nie der Fall.
Die bereits genannte Website gibt auch erste Informationen zu möglichen Förderungen für energietechnisch wirksame Baumaßnahmen. Weitere Auskünfte zu diesem Komplex lassen sich beim Handwerker erfragen; insbesondere Volksbanken und Sparkassen gewähren häufig vergünstigte Kredite, wenn Handwerksbetriebe aus der Region mit der Durchführung der Arbeiten beauftragt werden.
Zum Weiterlesen:
sanieren-profitieren.de
thema-energie.de