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Beleihungsgrenze bei der Baufinanzierung


By Geld Magazin - Posted on 03 April 2008

Der Bau oder der Kauf eines Eigenheims ist für die meisten Menschen das teuerste Finanzgeschäft, das sie in ihrem Leben abwickeln. Oft werden mehrere Hunderttausend Euro investiert, um den Traum von den eigenen vier Wänden Wirklichkeit werden zu lassen. In den seltensten Fällen haben die Immobilienkäufer das Geld für den Bau oder den Kauf der Immobilie auf der hohen Kante. Die Regel ist, dass das Bau- oder Kaufvorhaben finanziert wird.

Beleihungsgrenze bei der Baufinanzierung

Wenn es um die Finanzierung bei der Bank geht, dann spielen die Begriffe Beleihungswert und Beleihungsgrenze eine wesentliche Rolle im Zusammenhang mit der Höhe des zu gewährenden Darlehens. Dabei bezeichnet der Beleihungswert den Wert des Hauses, der zu jeder Zeit bei einem Verkauf erzielt werden kann, dabei wird noch ein sogenannter Sicherheitsabschlag abgezogen.

günstigere Zinsen bei niedriger Beleihung

Viele künftige Bauherren bekommen einen Schreck, wenn sie von der Bank mitgeteilt bekommen, dass die so günstigen Bauzinsen nur bei einer Beleihung bis zu 60 Prozent gewährt werden. Eine höhere Beleihung zieht auch die Erhöhung der Zinsen nach sich. Hier haben dann Bausparer einen Vorteil, weil Bausparkassen bis zu 80 Prozent des Wertes der Immobilie beleihen und zudem mit einer Eintragung an zweiter Stelle im Grundbuch zufrieden sind. Viele Hausfinanzierungen würden sonst an dieser Stelle scheitern. Während der Beleihungswert eine fixe Größe ist, ist die Beleihungsgrenze meistens niedriger. Die maximale Höhe des Darlehens hat nichts mit der Höhe des Beleihungswertes zu tun. Alle Banken und die Bausparkassen haben interne Festlegungen zur Beleihungsgrenze, diese kann beispielsweise bei 80 Prozent des Beleihungswertes liegen.

Absicherung der Baufinanzierung durch das Grundbuch

Baufinanzierungen bis zur Höhe der Beleihungsgrenze werden auch 1a-Hypotheken oder erste Hypotheken genannt und im Grundbuch als erstrangiges Grundpfandrecht zusätzlich abgesichert. Aufgrund dieser sehr guten Absicherung gewähren die Banken auf erstrangige Hypotheken in der Regel besonders günstige Zinsen auf die Darlehen. Darlehen für Immobilien, die über der Beleihungsgrenze liegen, werden dementsprechend als1b-Hypotheken bezeichnet und sind im Grundbuch nur zweitrangig eingetragen. Das hat zur Folge, dass die Banken für diese Darlehen wiederum höhere Zinsen berechnen oder eine sogenannte Bürgschaftsgebühr, wenn das Darlehen verbürgt werden sollte. Für alle Bauherren, die ihren Traum vom Eigenheim langfristig planen, ist schon aus diesen Gründen immer ein Bausparvertrag sinnvoll, weil die Bausparkassen sich mit dem nachrangigen Grundpfandrecht zufriedengeben.

Probleme der Beleihungsgrenzen

Das Problem der Beleihungsgrenze stellt sich für den Häuslebauer, der über ausreichend Eigenkapital verfügt nicht so extrem dar, wie für denjenigen der in die Finanzierung seines Traumhauses eher wenig eigenes Kapital einbringen kann. Gerade dann, wenn mehr als 80 Prozent der Kosten von einer Bank finanziert werden sollen, müssen Häuslebauer im Allgemeinen damit rechnen, dass ihre Finanzierung entsprechend teurer wird.

Vergleich Baufinanzierungen

Wer die Konditionen der Hypothekenbanken im Internet miteinander vergleicht, wird ebenfalls schnell feststellen, dass dem Beleihungswert eine besondere Bedeutung beigemessen wird. Die Finanzierer im Internet sind zwar in der Regel sehr günstig, setzen dafür aber die Grenzen für die Höhe der Beleihung ziemlich eng. Hier kann es von Vorteil sein, wenn schon im Vorfeld sowohl mit der Hausbank als auch mit einem Hypothekenfinanzierer aus dem Internet verhandelt wird. Kann der Häuslebauer bereits ein Angebot vorlegen, ergibt sich daraus eventuell noch etwas Verhandlungsspielraum für die Beleihungsgrenze. Mehr Informationen erhalten Sie hier: Der Immobilienwert für den Finanzierer