Dass ein Girokonto heute kein Geld mehr kosten muss, ist Verbrauchern hinreichend bekannt. Deswegen entschließen sich immer mehr Kunden, ihr Konto online zu führen und sich eine Bank zu suchen, die die kostenlose Kontoführung ohne Wenn und Aber anbietet. Entsprechende Portale im Internet, auf denen zwischen den Anbietern verglichen werden kann, erleichtern die Auswahl.
Sie wissen, worauf es ankommt
Den meisten Verbrauchern ist schon bewusst, worauf es bei der Auswahl des kostenlosen Girokontos ankommt. Am besten sind Girokonten, die keinen Mindestgeldeingang oder die Führung als Gehaltskonto zur Bedingung haben. Wichtig ist auch, dass die Möglichkeit der kostenlosen Beschaffung von Bargeld besteht und das im besten Fall auch noch eine kostenlose Kreditkarte zur Verfügung gestellt wird. Fast alle Anbieter richten den Kunden bei entsprechender Bonität auch einen Dispositionskredit ein. Und hier liegt schon das Problem.
- Einen Dispositionskredit bekommen die Kunden meistens nur dann, wenn das Girokonto als Gehaltskonto geführt wird.
- Der Dispositionskredit kostet bei Inanspruchnahme Zinsen, die im Allgemeinen bei allen Anbietern bei mehr als 10 Prozent liegen. Wer also den Dispo regelmäßig nutzt, wird auch bei dem kostenlosen Girokonto kräftig zur Kasse gebeten.
Unser Tipp
Bevor Sie eins der Angebote aus dem Girokontenvergleich nutzen und ein Girokonto eröffnen, sollten Sie bei dem Anbieter auf die Homepage gehen und sich die Bedingungen für den Dispositionskredit genau ansehen. Hier liegen erhebliche Sparpotenziale, wie Ihnen unsere drei Beispiele zeigen werden.
Deutsche Kreditbank – DKB – mehrfacher Testsieger mit dem DKB Cash Konto
Kostenlose Kontoführung, Guthabenverzinsung, kostenlose Kreditkarte
Zinssatz für Dispositionskredit 7,90 Prozent
Postbank Giro plus
Kostenlose Kontoführung, Kreditkarte und Tagesgeld inklusive, Zinssatz für den Dispositionskredit 14,25 Prozent
Commerzbank
Kostenlose Kontoführung mit 50 Euro Startguthaben, Zinssatz für den Dispositionskredit aktuell 13,75 Prozent
Fazit
Die Nutzung des Girokontos mit einem Dispositionskredit ist heute üblich. Viele Verbraucher nutzen den Dispositionskredit regelmäßig und es gibt nicht wenige, die es nicht schaffen, den Saldo des Girokontos mit einem Gehaltseingang überhaupt noch auszugleichen. Das Konto wird dann über lange Zeit nur noch im Soll geführt. Und jetzt verdienen die Banken, die ein kostenloses Girokonto anbieten richtig Geld. Denn die Zinsen für die Inanspruchnahme des Dispos werden fällig.
Bei der Wahl des Girokontos sollte allen Verbrauchern neben der kostenlosen Kontoführung auch der Zinssatz für den Dispositionskredit ein ganz wesentliches Vergleichskriterium sein. Sonst wird das kostenlose Girokonto ganz schnell ziemlich teuer und zu einer Kostenfalle.
