Die Süddeutsche Zeitung veröffentlichte in ihrer Ausgabe vom 28.01.2010 eine Erhebung der FMH-Finanzberatung, aus der hervorgeht, dass die Kosten für die Nutzung fremder Geldautomaten drastisch gestiegen sind.
Bargeld an Fremdautomaten
Ein Thema, das viele Verbraucher beschäftigt. Schon bei der Wahl des Girokontos achten Verbraucher verstärkt darauf, ein Konto zu wählen, bei dem die Bank im Wesentlichen die Kosten für das Abheben von Bargeld trägt, weil sie über ein nicht ausreichendes Netz an eigenen Automaten verfügt. Alternativ sind Banken zu bevorzugen, wie beispielsweise Sparkassen, die deutschlandweit das dichteste Geldautomatennetz ihr eigen nennen können.
Noch nie war es für Bankkunden kostenlos, wenn sie mit ihrer EC-Karte einfach an irgendeinem Geldautomaten Geld abgehoben haben, ohne zu beachten, welcher Bank der Automat gehört. Aber die Kosten, die das heute verursachen kann, sind der Gipfel und könnten durchaus ein Fall für das Bundeskartellamt werden. Binnen weniger Monate sind die Gebühren im Durchschnitt um 13 Prozent gestiegen. Höchstpreise von 10 Euro werden verlangt, obwohl das Abheben von Geld den Betreiber nur 60 Cent kostet. Da greifen die Banken den Kunden tief in die Tasche.
Wie Sie die hohen Gebühren vermeiden können
Wer sich als Kunde einer Bank mit seiner EC-Karte bei fremden Banken mit Bargeld ausstattet, der muss dafür bezahlen. Deshalb sollten grundsätzlich die Hinweise diesbezüglich am Geldautomaten gelesen werden.
Befindet sich kein Geldautomat in der Nähe, der gebührenfrei genutzt werden kann, kann es durchaus preiswerter sein, anstelle mit teuer erkauften Bargeld mit der EC- oder der Kreditkarte zu bezahlen.
Viele Direktbanken, wie beispielsweise die DKB, stellen ihren Kunden zur kostenlosen Versorgung mit Bargeld eine Kreditkarte zur Verfügung mit der an allen Geldautomaten kostenlos Geld abgehoben werden kann zur Verfügung. Unabhängig davon, welchem Unternehmen der Geldautomat gehört.
Von dieser Problematik sind besonders Direktbankkunden indirekt betroffen. Beschafft sich ein Direktbank Kunde an einem Sparkassengeldautomaten Geld, berechnet die Sparkasse der Direktbank die sogenannte Interbankengebühr. Nur einige Direktbanken geben diese Gebühren dann auch tatsächlich als Gebühr für die Kunden weiter. Für Kunden betragen die Gebühren jetzt bis zu zehn Euro, die Interbankengebühr kann bis zu 20 Euro betragen.
Den Streit zwischen den Banken um diese Gebühren gibt es schon seit acht Jahren. Der Verbraucher muss, wenn er nicht aufpasst, wo er sein Geld abhebt, darunter leiden.
Weitere Informationen zum Thema finden Sie hier:
http://www.rp-online.de/wirtschaft/news/Zehn-Euro-fuer-das-Geldabheben_a...
http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/8/0,3672,8021896,00.html
