Indexzertifikate oder Indexfonds 


Grundlagen zu Indexfonds ETF´s, die auch als Indexfonds bezeichnet werden, bilden einen zugrunde liegenden Index nahezu 1:1 ab. Somit entwickeln sich diese Fonds analog dem Index, eine Out- oder Underperformance ist nicht möglich. Statistiken zeigen, dass Anleger durch derartige Fonds, die passiv gemanagt werden, oft sogar höhere Erträge erzielen konnten als bei aktiv gemanagten Fonds. Lediglich dann, wenn die Aktienmärkte gänzlich negativ reagieren, sind mitunter hohe Verluste möglich, denn der Fondsmanager kann die Aktienquote nicht reduzieren. Für dieses Szenario haben die Fondsentwickler jedoch bereits gehandelt und so genannte Short-ETF´s auf den Markt gebracht. Ihre Entwicklung ist der Entwicklung des Index entgegengesetzt, so dass Anleger hierbei vor allem bei sinkenden Aktienkursen profitieren.

 

Die Arten der Indexfonds

Insgesamt können Anleger heute aus mehrere hundert verschiedenen ETF´s auswählen. Die klassischen Indexfonds bilden dabei einen der großen Aktienindizes, beispielsweise den DAX oder auch den Dow Jones ab. Andere Fonds hingegen nutzen als Grundlage auch verschiedene andere Indizes, zum Beispiel Branchen- oder Länderindizes. Selbst Rohstoff-ETF´s sowie Immobilien-ETF´s können für die breitere Streuung des Depots eingesetzt werden.

 

Die Vorteile der Indexfonds

Neben der eher nachteiligen Festlegung auf bestimmte Aktienwerte weisen ETF´s indexzertifikate-oder-indexfondsaber auch zahlreiche Vorteile gegenüber Indexzertifikaten oder anderen Investmentfonds auf. So wissen Anleger hier ganz genau, in welche Werte investiert wird, denn die Zusammensetzung des jeweiligen Index ist bekannt. Weiterhin sind die Kosten für den Kauf von ETF´s relativ niedrig, denn der Handel erfolgt über die Börse. Auch die Verwaltungsgebühren sind im Vergleich zu klassischen Investmentfonds aufgrund der passiven Verwaltung niedriger. Der wohl wichtigste Vorteil ist jedoch, dass ETF´s ebenso wie andere Investmentfonds von der Kapitalanlagegesellschaft als Sondervermögen geführt werden müssen. Bei einer Insolvenz der Gesellschaft bleibt das Anlagevermögen somit bestehen, ein Emittentenrisiko ist nicht zu tragen. Anders ist dies bei Indexzertifikaten, die kein Sondervermögen darstellen. Bei einer Insolvenz des Emittenten, also der herausgebenden Bank, wäre das investierte Vermögen unter Umständen verloren. Gerade in der jetzigen Finanzkrise, in der noch immer viele Banken mit finanziellen Problemen kämpfen, sind ETF´s daher für eine erhöhte Sicherheit interessant.

 

Weiterführende Informationen zu Indexzertifikaten und Indexfonds finden Sie hier:

http://de.wikipedia.org

http://www.boerse-frankfurt.de

http://www.geld-magazin.info