Die Rendite einer Geldanlage
Anleger, die sich für die eine oder andere Geldanlage entscheiden, sind immer auf der Suche nach Anlageformen mit einem hohen Zinssatz. Doch nicht immer ist der Zinssatz auch gleichzusetzen mit der Rendite, die eine Sparanlage abwirft. Die Rendite ist nämlich der eigentliche Ertrag, der aus den Zinsen abzüglich der eventuell entstandenen Kosten tatsächlich verbleibt.
Festgeld und Tagesgeld ohne Kosten
Viele kurz- und mittelfristige Geldanlageformen werden kostenlos angeboten, so zum Beispiel Tagesgeld- und Festgeldkonten. Die Banken berechnen dabei weder für die Kontoeröffnung noch für die Führung oder die Auflösung des Kontos Gebühren. Details über die jeweiligen Kosten der Kontoführung kann dem Preis- Leistungsverzeichnis der Institute entnommen werden.
Bei diesen Anlagen wird die Rendite also nicht durch Kosten geschmälert, durch einen Zinseszinseffekt bei Tagesgeldkonten, der bei monatlicher oder vierteljährlicher Zinszahlung entstehen kann, kann sich die Rendite sogar noch erhöhen.
Kosten bei Wertpapieranlagen
Bei Wertpapieranlagen hingegen werden in vielen Fällen Kosten fällig, die sich erheblich auf die Rendite auswirken können. Zu diesen Kosten zählt zum Beispiel der Ausgabeaufschlag,
der bei Investmentfonds fällig wird. Je nachdem, um welchen Fonds es sich handelt, kann der Ausgabeaufschlag von 2-5,75% der Anlagesumme berechnet werden. Diese Kosten werden den Banken zur Verfügung gestellt, die den Kunden hierfür ausführlich über sein Chancen und Risiken der jeweiligen Anlage informieren müssen.
Um den Ausgabeaufschlag zu sparen, können Depots bei Direktbanken eröffnet werden, die Investmentfonds mit reduziertem Ausgabeaufschlag oder sogar gänzlich ohne Aufschlag anbieten. Auch bei Zertifikaten wird ein Ausgabeaufschlag fällig, der bis zu drei Prozent der Anlagesumme betragen kann. Sowohl bei Zertifikaten als auch bei Investmentfonds wird der Ausgabeaufschlag direkt vom Anlagebetrag abgezogen bzw. diesem aufgeschlagen. Hierdurch verringert sich die Rendite der Anlage im ersten Jahr, in den Folgejahren ist jedoch kein weiterer Aufschlag fällig.
Lediglich die Depotgebühren sind dann noch zu zahlen. Bei Aktien sowie bei festverzinsliche Wertpapieren hingegen müssen Kunden die Ordergebühren der Institute bezahlen. Diese unterscheiden sich von Bank zu Bank, wobei auch hier die Direktbanken die günstigsten Konditionen bieten. Anleger, die zahlreiche Aktienorders einstellen, sollten sich daher ein kostenloses Wertpapierdepot bei einem Discount-Broker eröffnen, sofern keine Beratung notwendig ist.
Über Kosten informieren
Um nicht in die Kostenfalle zu treten, sollten sich Anleger in jedem Fall umfassend über die mit der Anlage in Verbindung stehenden Kosten informieren. Sie sollten ihren Berater genau fragen, welche Gebühren für die einzelne Anlage fällig werden und ggf. in Ruhe vergleichen.