Tagesgeldkonto Zinsen 


Die Zinsen auf dem Tagesgeldkonto sind für viele Anleger besonders wichtig. Schließlich geben sie den Ausschlag für die Rendite der Anlage. Ein großer Vorteil von Tagesgeldkonten ist dabei, dass die Zinssätze oft höher sind als bei vergleichbaren Festgeldern.

 

 

Die Zinsberechnung von Tagesgeldkonten

Die Zinsen der Tagesgeldkonten sind in erster Linie an den Leitzins der Europäischen Zentralbank gekoppelt. Dieser Zins wird in regelmäßigen Abständen von der Zentralbank festgelegt, er richtet sich nach der Inflationshöhe sowie der allgemeinen Wirtschaftslage im Euroraum.

Durch die Finanzkrise, die seit Herbst 2008 auch Europa bedroht, hat der Zentralbankrat in mehreren Schritten das Zinsniveau von vormals 4,25% auf nunmehr historisch niedrige 1,0% gesenkt. Die Banken können sich jetzt also zu deutlich niedrigeren Zinssätzen refinanzieren und vergeben somit auch Kredite, für die Erhöhung der Wirtschaftsleistung unabdingbar sind, zu günstigen Konditionen. Ebenso wie die Kreditzinsen sinken dabei aber auch die Einlagenzinsen. Bleiben diese bei Festgeldkonten während der Laufzeit der Anlage stabil, sind sie bei Tagesgeldkonten variabel vereinbart. Somit ist es den Banken möglich, die Verzinsung der Konten jederzeit an das aktuelle Zinsniveau anzupassen. Viele Banken haben dies bereits getan und die Verzinsung ihrer Tagesgeldkonten gesenkt. Waren noch im Sommer 2008 auf Tagesgeldkonten Zinssätze von mehr als 6% p.a. möglich, liegen die Zinssätze heute nur noch zwischen 1,5-3,5% p.a.

 

Der Einfluss der Geschäftspolitik der Banken

Doch nicht nur das Zinsniveau der Zentralbank allein hat Einfluss auf die Zinsgestaltung der Banken bei Tagesgeldkonten. Auch die jeweilige Geschäftspolitik spielt dabei eine große Rolle. Nur so ist es zu erklären, dass sich die Zinsen derart unterscheiden und dass einige Banken Zinssätze weit über dem derzeitigen Marktniveau bezahlen.

So versuchen einige Banken, mit hohen Tagesgeldkonditionen neue Kunden für sich zu gewinnen. Dies wird daran deutlich, dass die besten Angebote in der Regel nur für Neukunden gelten, also für Kunden, die in den letzten Jahren kein Konto bei dieser Bank angelegt hatten. In einigen Fällen werden diese Angebote auch Bestandskunden offeriert, die neues Geld bei dieser Bank anlegen. Durch diese Maßnahme erhöhen die Banken ihren Bestand an Spareinlagen und können so leichter und günstiger neue Kredite vergeben.

 

Der Einfluss der Zinszahlung auf die Rendite

Die eigentliche Rendite von Tagesgeldkonten ist aber nicht nur vom Zinssatz, sondern auch von der Häufigkeit der Zinszahlungen abhängig. Bei einer Bank beispielsweise, die lediglich einmal pro Jahr zum Jahresende die Zinsen auszahlt, ist keine zusätzliche Rendite möglich. Banken hingegen, die ihre Zinsen monatlich oder quartalsweise bezahlen, ermöglichen ihren Anlegern einen nicht unerheblichen Zinseszinseffekt, der die Rendite steigen lässt. Daher sollten Anleger neben dem eigentlichen Zins auch auf die Zinszahlung achten. Bei vielen Tagesgeldvergleichen wird die Zahlweise daher mit angegeben.