Geld Magazin

Tagesgeld und Festgeld im Vergleich

Sichere Geldanlagen sind gesucht

Die Finanzkrise hat zahlreichen Anlegern gezeigt, dass Aktien, Aktienfonds und Zertifikate, auch wenn dies auf den ersten Blick nicht so scheint, hohe Risiken bergen. Nicht wenige Anleger mussten dabei auch Verluste verkraften, obwohl ihre Anlagestrategie eigentlich sicherheitsorientiert ist. Obwohl die Verzinsung von Tagesgeld und Festgeld nur moderat ist (die Konditionen liegen derzeit zwischen 1,0-3,0% p.a.), werden diese Anlageformen jetzt immer häufiger gesucht. Der Grund ist natürlich, dass bei Tagesgeld und Festgeld keine Verluste drohen können, denn Kursschwankungen gibt es hier nicht. Auch ist die einmal vereinbarte Verzinsung sicher, so dass Anleger mit der Rendite bereits bei Vertragsabschluss rechnen können.

 

Tagesgeld als flexible Anlageform

Festgeld und Tagesgeld unterscheiden sich in der Anlageform jedoch nicht unerheblich. So eignet sich Tagesgeld vor allem für Anleger, die Geld jederzeit verfügbar anlegen wollen, etwa weil es sich hierbei um die „Notreserve“ für unvorhergesehene Ausgaben handelt. Durch die hohe Flexibilität des Tagesgeldes ist es aber auch möglich, diese Konten als Ansparkonten für den nächsten Urlaub zu nutzen. Je nach Wunsch kann dabei entweder ein monatlich fester Anlagebetrag oder aber eine unregelmäßige Summe eingezahlt werden. Wird das Geld benötigt, sind keine langen Kündigungsfristen wie etwa bei klassischen Sparplänen, notwendig. Die Verzinsung des Tagesgeldkontos ist allerdings variabel. Die Zinsen können sich somit Marktveränderungen jederzeit anpassen. Gerade als die Zinsen durch die Zentralbank drastisch gesenkt wurden, haben auch viele Banken die Konditionen ihrer Tagesgeldkonten nach unten angepasst. Werden die Leitzinsen jedoch wieder erhöht, profitieren Inhaber von Tagesgeldkonten sofort.

 

Das Festgeldkonto als Laufzeitkonto

Dem Tagesgeldkonto steht das ebenfalls sichere Festgeld gegenüber. Der Unterschied zum Tagesgeld besteht darin, dass Festgeldkonten eine vorher bestimmte Laufzeit von einigen Monaten bis zu wenigen Jahren aufweisen. Innerhalb dieser Zeit ist das Geld für den Anleger nicht verfügbar, er erhält im Vergleich zum Tagesgeldkonto allerdings auch einen fest vereinbarten Zins. Dieser kann sich während der Laufzeit, also auch bei sinkenden Marktzinsen, nicht verändern. Für alle Anleger, die ihr Geld für einen bestimmten Zeitraum entbehren können, ist Festgeld somit eine gute Alternative zum Tagesgeld. Bei beiden Anlagen ist es jedoch notwendig, die Konditionen der Banken zu vergleichen, denn die Unterschiede können einige Prozentpunkte betragen. Durch einen Vergleich lässt sich die Rendite also ohne eine Erhöhung des Risikos anheben.