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Tagesgeldanleihe
Im Anlagebereich bieten sich dem Kunden eine Vielzahl von Möglichkeiten an, sein Kapital zu investieren. Dabei spielt für viele Kunden neben der Höhe der Rendite und der Sicherheit der Anlage auch die schnelle Verfügbarkeit eine große Rolle. Hier kommt als Produkt zum Beispiel das Tagesgeld in Frage. Aber auch ein neues Finanzprodukt, die Tagesanleihe, bietet dem Kunden eine mögliche Alternative in diesem Bereich an.
Bei der Tagesanleihe handelt es sich um ein Wertpapier des Bundes. Die Anlage wird am 1. Juli 2008 vom Bund emittiert und bietet dem Kunden Sicherheit, eine relativ gute Rendite und schnelle Verfügbarkeit.
Die Tagesgeldanleihe fällt unter den Oberbegriff der Bundesanleihen und bietet dem Anleger aufgrund der hervorragenden Bonität des Kunden zunächst einmal eine sehr sichere Form der Geldanlage. Auch die Rendite kann sich dabei sehen lassen. Die Verzinsung orientiert sich am Tagesgeldzinssatz für Ausleihungen unter Banken, am so genannten EONIA-Satz (("Euro OverNight Index Average") , wobei die Anlage vom Zinssatz her variabel ist und die Zinsen daher auch täglich gut geschrieben werden.
Hier zeigt sich auch schon ein großer Vorteil der Tagesgeldanleihe im Vergleich zu Tagesgeldangeboten der Banken, nämlich die tägliche Zinsgutschrift.
Während die Banken lediglich monatlich (im besten Fall) eine Zinsgutschrift vornehmen, geschieht dieses bei der Tagesgeldanleihe des Bundes täglich. Der Kunde kann damit den Zinseszinseffekt in optimaler Weise ausnutzen. Dieses macht sich natürlich in der Gesamtrendite bemerkbar. Hätte es die Tagesgeldanleihe beispielsweise im letzten Jahr schon gegeben, wäre eine Rendite von 3,69 Prozent zu erzielen gewesen, während der durchschnittliche Zinssatz für Tagesgeld "nur" bei 3,57 Prozent pro Jahr lag.
Wie schon kurz erwähnt, ist die Verzinsung der Tagesgeldanleihe an den EONIA-Satz gekoppelt. (Definition Wikipedia EONIA) Daher kann zum Beispiel sehr schnell auf Leitzinsveränderungen der EZB reagiert werden. Auch dieses ist ein Vorteil der Tagesgeldanleihe gegenüber dem Tagesgeldangebot der Banken, da dort zumeist erst mit zum Teile erheblicher Zeitverzögerung auf Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank reagiert wird.
Dennoch muss man auch erwähnen, dass die Rendite der Tagesgeldanleihe zwar höher sein wird, als die durchschnittliche Rendite von Tagesgeldern, aber eben nur im Durchschnitt. Der Kunde, besonders der Neukunde, hat sicherlich im Bereich des Tagesgeldes die Möglichkeit, bei einzelnen Angeboten eine höhere Verzinsung zu bekommen, als es bei der Tagesgeldanleihe möglich ist.
Um die Tagesgeldanleihe erwerben zu können, muss der Kunde zunächst ein so genanntes Schuldbuchkonto bei der Finanzagentur einrichten lassen. Dieses Depot ist gebührenfrei und verursacht somit ebenso wenig wie der Kauf der Tagesgeldanleihe Gebühren oder Kosten. Daher ist die Tagesgeldanleihe also auch in puncto Kostenfreiheit mit dem Tagesgeldkonto der Banken gleich zu setzen.
Das Depot kann ebenso wie es beim Tagesgeld üblich ist, bequem online im Internet oder per Telefon vom Anleger geführt werden.
Der Mindestanlagebetrag, den der Kunde beim Kauf der Tagesgeldanleihe aufwenden muss, liegt bei 50 Euro, das maximale Ordervolumen liegt pro Tag und Person bei 250.000 Euro.
Insgesamt bleibt fest zu halten, dass die Tagesgeldanleihe des Bundes auf jeden Fall eine vollkommen gleichwertige Alternative zum Angebot von Tagesgeldern der Banken bietet, da die Tagesgeldanleihe ebenso große Sicherheit, schneller Verfügbarkeit, Kostenfreiheit und durchschnittlich sogar eine etwas höhere Rendite bietet als das Tagesgeld.
Weitere Informationen und Erwerbsmöglichkeiten der TagesgeldanleiheTagesgeldanleihe gibt es auf der Webseite der Finanzagentur.

