Neue Chancen am Aktienmarkt bieten ETFs. Sie sind einfach gestrickt, kostengünstig und schneiden oft besser ab als Aktienfonds.
Was sind ETFs?
Exchange Traded Funds vereinen drei Vorteile von drei verschiedenen Anlagemöglichkeiten in sich. Sie sind so günstig wie Zertifikate, handelbar wie Aktien und sicher wie Fonds. Doch auch die Käufer von ETFs müssen einiges beachten.
Bis zum Jahresende soll es in Europa knapp 1.000 Exchange Traded Funds geben. Viele enttäuschte Anleger haben den erfolglosen Fondsmanagern den Rücken gekehrt und ihr Erspartes lieber gleich mit dem ETF auf den Index gesetzt. Die ETFs werden an der Börse gehandelt und bilden einen bestimmten Index nach. Das kann der DAX, der Dow Jones oder der Euro Stoxx sein. Mithilfe von ETFs kann der Anleger auf die Wertentwicklung von Gold oder bestimmten Rohstoffen setzen oder sich an Renten- und Geldmärkten beteiligen. Mit ETFs lassen sich professionelle Anlagestrategien durchsetzen. Der in Deutschland größte Anbieter von ETFs ist db x-trackers, eine Tochtergesellschaft der Deutschen Bank.
Warum sind ETFs so attraktiv?
Die kosten für ETFs sind deutlich niedriger als die von aktiv gemanagten Fonds. Es gibt keine teuren Ausgabeaufschläge. Die jährlichen Verwaltungsgebühren bewegen sich bei ETFs zwischen 0,15 und 0,5 Prozent. Im Vergleich dazu liegen sie bei Aktienfonds im Schnitt bei 1,5 Prozent. Außerdem kosten ETFs beim Kauf oder Verkauf nur so wenig Gebühren wie eine vergleichbare Aktienorder. Wer beispielsweise bei comdirect einen ETF über das Internet für 3.000 Euro kauft, zahlt dafür gerade einmal 12,40 Euro. Bei einem Investment in einen Aktienfonds müssten bei fünf Prozent Ausgabeaufschlag 150 Euro gezahlt werden. Selbst wenn es bei vielen Direktbanken jetzt reduzierte Ausgabeaufschläge gibt, sind diese immer noch deutlich teurer.
Außerdem sind ETFs viel transparenter. Mit einem Blick in n-tv zum Beispiel kann der Anleger feststellen, ob sein DAX-ETF heute gewonnen oder verloren hat. Der ETF kann nicht schlechter als der Markt abschneiden.
Was ein Anleger wissen sollte
Wer ETFs kauft, sollte das Geschehen an der Börse im Blick behalten. Anders als beim gemanagten Fonds muss der Anleger die ETFs selbst beobachten. Wird es ihm, wenn er zum Beispiel einen DAX-ETF besitzt, zu heikel, kann er sein Geld in Gold oder Rentenpapiere umschichten, ohne das dafür teure Gebühren zu zahlen sind.
Wem das zu viel Aufwand ist, der sollte sich allerdings nach wie vor besser einem erfahrenen Fondsmanager anvertrauen und auf einen guten Mischfonds setzen.
ETFs sind günstiger als klassische Fonds, dafür muss sich der Anleger allerdings etwas mehr Gedanken machen, und wenn etwas schief geht, ist nicht der Fondsmanager schuld.
Weitere Informationen zum ETF finden Sie hier:
http://www.vnr.de/b2c/finanzen/finanzplanung/was-sind-etfs.html
http://wirtschaft.t-online.de/etf-die-wirklichen-vorteile-der-indexanlag...