Die Anleihe als Alternative zum Festgeld 


Die Definition Anleihe

Als Anleihe werden festverzinsliche Wertpapiere bezeichnet, die sowohl von Banken als auch von Industrieunternehmen ausgegeben werden. Sie dienen grundsätzlich der Finanzierung dieser Unternehmen. Die Anleihe als Alternative zum FestgeldFür den Anleger sind Anleihen vor allem deshalb interessant, weil sie einen festen Zinssatz und eine bei Emission des Wertpapiers feste Laufzeit aufweisen. In diesem Punkt gleichen Anleihen somit den von den Banken angebotenen Festgeldern, so dass vor allem sicherheitsorientierte Anleger dieses Anlageprodukt suchen. Der große Vorteil der Anleihen ist dabei die im Vergleich zum Festgeld häufig höhere Verzinsung. Der Grund für diese höhere Verzinsung ist der vom Emittenten gewährte Risikozuschlag. Dieser ist beispielsweise bei Bundesschatzbriefen sehr gering, denn die Bundesrepublik Deutschland gilt als solvent, die Zahlungsunfähigkeit wird hier von den Ratingagenturen als nahezu unmöglich angesehen. Schließlich gehen Anleger bei Anleihen das Risiko ein, dass der Emittent, also der Herausgeber des Papiers, am Ende der Laufzeit zahlungsunfähig ist und somit den Anlagebetrag sowie die Zinsen nicht mehr zurückzahlen kann. Anders ist dies jedoch bei Wirtschaftsunternehmen wie etwa der Deutschen Telekom, Daimler und der Deutschen Bank. Die Zahlungsunfähigkeit wird bei diesen Unternehmen in regelmäßigen Abständen überprüft und bewertet. Je risikoreicher die Anleihe für den Anleger eingestuft wird, desto höher ist der Risikoaufschlag und somit der Zinsertrag.

 

Die unterschiedliche Ausstattung von Anleihen

Anleihen können sehr unterschiedlich ausgestattet sein. Der Zinsertrag kann dabei zum einen jährlich, zum andere auch erst am Ende der Laufzeit an den Anleger bezahlt werden. Weiterhin ist es möglich, Anleihen auf den Markt zu bringen, die einen jährlich steigenden Zinsertrag bieten. Diese Anlagen sind dabei vor allem für längerfristige Anlageperspektiven interessant. Auch die Laufzeit der Anleihen unterscheiden sich zum Teil erheblich. So werden Bundeswertpapiere beispielsweise bereits mit einer Laufzeit von nur einem Jahr angeboten, Industrieanleihen hingegen können Laufzeiten von mehr als zehn Jahren aufweisen. Dabei ist zu beachten, dass Anleihen zwar vor dem Ende der Laufzeit an der Börse wieder verkauft werden können, dann jedoch nur zum aktuellen Kurs, der auch unter dem Einstiegskurs liegen kann. Der Kurs ist dabei zum einen von der Wirtschaftskraft des Emittenten, zum anderen aber auch vom derzeitigen Zinsniveau und dem Zins der Anleihe abhängig.

 

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