Die Definition von Bundeswertpapieren
Bundeswertpapiere sind festverzinsliche Papiere, die zur Finanzierung des Bundeshaushalts ausgegeben werden. Sie können sowohl von institutionellen Investoren als auch von Privatanlegern genutzt werden, um Geld kurz- oder langfristig anzulegen. Bundeswertpapiere haben dabei den Vorteil, dass sie als besonders sicher gelten, denn die Insolvenz der Bundesrepublik Deutschland wird aufgrund des hohen Steuereinkommen sowie der im Verhältnis hierzu geringen Verschuldung als nahezu unmöglich angesehen. Vor allem nach dem Ausbruch der Finanzkrise und nach der Insolvenz der amerikanischen Investmentgesellschaft Lehmann Brothers hatten viele Anleger Angst um ihr Geld und befürchteten, dass ihr Geld im Insolvenzfall der Bank verloren wäre.
Viele von ihnen flüchteten dabei in Bundeswertpapiere, um ihr Geld zu schützen. Je nach Wunsch kann die Anlage in Bundeswertpapieren direkt bei der Hausbank oder aber bei der Deutschen Finanzverwaltung erfolgen. Die Anlage eines Depots bei der Finanzverwaltung hat dabei den Vorteil, dass sowohl für die Kontoführung als auch für den Kauf der Papiere keine Gebühren berechnet werden. Ähnlich wie bei einer Direktbank müssen sich Anleger jedoch selbst um die Kontoanlage sowie die Kaufabwicklung kümmern.
Die Arten von Bundeswertpapieren
Bundeswertpapiere gibt es sowohl für den kurzfristig als auch für den mittel- und langfristig orientierten Anleger. Im kurzfristigen Bereich empfiehlt sich die Tagesanleihe des Bundes, die mit einem klassischen Tagesgeldkonto vergleichbar ist. Auch die Tagesgeld-Anleihe ist täglich verfügbar, Kündigungsfristen müssen bei Verfügungen nicht eingehalten werden. Die Rendite dieser Anleihe orientiert sich maßgeblich am Geldmarktzins. Als Grundlage für die Zinsermittlung gilt hier der so genannte EONIA-Zins, dem Zinssatz im Interbankenhandel. Mittelfristig orientierte Anleger, die ihr Geld zwischen einem und zwei Jahren fest anlegen wollen, seien Bundesfinanzierungsschätze empfohlen. Auch ihre Verzinsung richtet sich nach dem Kapitalmarkt. Wichtig ist hierbei jedoch, dass Bundesfinanzierungsschätze während der Laufzeit unkündbar sind. Anleger, die sich etwas länger festlegen wollen, können die bekannten und beliebten Bundesschatzbriefe nutzen. Sie zeichnen sich durch eine steigende Verzinsung und zwei Arten der Zinszahlung aus. Der Typ A weist eine Laufzeit von sechs Jahren auf und zahlt die Zinsen jährlich an den Anleger aus. Bundesschatzbriefe im Typ B hingegen sammeln die Zinsen während der siebenjähigen Laufzeit an und generieren somit einen Zinseszinseffekt. Bei beiden Arten der Bundesschatzbriefe ist die Verfügung nach Ablauf von einem Jahr in Höhe von 5.000 Euro pro Monat möglich. Im langfristigen Bereich emittiert die Bundesrepublik zudem Bundesanleihen, deren Laufzeit bis zu 30 Jahre betragen kann. Diese Papiere sind börsengehandelt und können dort zum jeweils aktuellen Kurs gekauft oder verkauft werden.
Weitere Informationen zu deutschen Staatsanleihen finden Sie hier:
welt.de
adclicks-agent.de sowie bei
bundeswertpapiere.de