Gegenüber dem Jahr 2008 konnten Anleger, die sich weiter an der Börse engagierten 2009 von satten Kursgewinnen profitieren. Allein der DAX hat um 24 Prozent zulegen können. Das zeigt wieder einmal, dass die Börse zwar keine Einbahnstraße ist, der risikobereite Anleger aber nach einem Kursverfall auch immer wieder mit guten Gewinnen belohnt wird, wenn er auf die richtigen Titel gesetzt hatte.
Die besten Werte im DAX
Als bester DAX Wert konnte Infineon abschneiden. Stolze 353,3 Prozent Zuwachs können die Anleger, die auf Infineon gesetzt hatten, am Jahresende verbuchen. Die Aktie des Chipherstellers ist im Jahr 2009 mit großem Abstand am besten gelaufen. Noch zu Beginn des Jahres war Infineon ein Kandidat für eine Firmenpleite. Aber aufgrund der Erholung an der Börse und der besseren Aussichten für die Chipindustrie konnte Infineon überdurchschnittlich profitieren und schrieb dann auch tatsächlich im vierten Quartal 2009 seit langer Zeit wieder einmal schwarze Zahlen.
Auch die Deutsche Bank hatte hohe Zuwächse. So hat sich in der Finanzkrise die Spreu vom Weizen getrennt und die Deutsche Bank konnte auf Staatshilfen verzichten. Nach einem verlustreichen Jahr 2008 konnte das Unternehmen im Jahr 2009 wieder Milliardengewinne verbuchen. Die Aktien der Deutschen Bank haben sich innerhalb eines Jahres um 77,6 Prozent im Wert gesteigert.
Die Anleger, die ihren Titeln auch während der Krise treu geblieben sind, können sich nun freuen. Das zeigt einmal mehr, dass man an der Börse einen langen Atem braucht, der aber auch belohnt wird, wenn man richtig investiert hatte. Während die sicherheitsorientierten Sparer beim Tages- und Festgeld nur sinkende Zinsen hinnehmen mussten, konnten viel Aktienanleger ihre Renditen deutlich steigern. Selbst die Abgeltungsteuer, die 2009 erstmals auf Kursgewinne unabhängig von der Haltedauer zu zahlen ist, konnte die Rendite kaum schmälern.
Aber nicht nur die Werte des DAX waren 2009 erfolgreich, auch die Titel aus MDax und SDax sind deutlich gestiegen. Der SDax gewann 2009 27 Prozent.
Statt des von vielen befürchteten Crashs haben die Börsen in 2009 einen großen Teil ihrer Verluste wettmachen können. Wesentlich dafür verantwortlich sind die Notenbanken, die viel billiges Geld in den Markt gepumpt hatten. Allein die Konjunkturdaten und die Entwicklung der Gewinne der Unternehmen hätten dieses Ergebnis nicht gebracht.
Weitere Informationen zum Thema Aktien 2009 finden Sie hier:
http://boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_404432
http://www.boerse.ard.de/idx_finanz.jsp?go=finanzw&p=130
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