Was ist Basel III?
Basel III wird im Jahre 2013 beginnen Basel II abzulösen. Durch Basel III wird es gravierende Veränderungen bei der Kreditvergabe geben. Früher waren 2 % Eigenkapital (verschiedene Rücklagen) für risikoreiche Anlagen notwendig, diese betragen spätestens 2019 bereits 7 %. Die gesamte Kapitalquote steigt auf 10,5 % (Minimum), bringt jedoch eine enorm qualitative Verstärkung mit sich. Das ist die Reaktion auf die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise.
Eine neue Vorschrift ist auch, dass es eine Grenze der Neuverschuldung geben wird. Das heißt, dass die Summe der gesamten Bilanz nur noch 33-mal so hoch sein darf wie das Eigenkapital. Außerdem werden durch Basel III verschiedene Liquiditätsvorschriften eingeführt.
Wer beschließt Basel III?
Der G20 Gipfel beschloss die Eigenkapitalsvorschriften erneut zu überarbeiten. Von der Europäischen Kommission wurden die relevanten Richtlinien überarbeitet. Diese sollen spätestens 2013 in nationales Recht umgewandelt werden. Das Reformpaket "Basel III" wurde vom Basler Ausschuss der Bank für internationalen Zahlungsausgleich (kurz BIZ) verfasst.
Welche Auswirkungen hat Basel III?
Durch Basel III werden die Banken gezwungen weniger in ertragsreiche Anlagen sondern in liquidere Anlagen zu investieren. Außerdem wird die Fristentransformation beschränkt und somit die Finanzierung der Banken verteuert. Die Banken sind somit gezwungen hochwertigeres Eigenkapital vorzuhalten und zu verzinsen. Basel III soll weltweit zum gleichen Zeitpunkt eingeführt werden und soll auch weltweit identisch sein. Umso höher das Risiko des Kredites ist, desto mehr Eigenkapital müssen die Kunden bereit halten. Deswegen ist die Risikosenkung eine weitere Option für die Banken. Also werden von den Banken noch mehr Sicherheiten bzw.
Eigenkapital verlangt. Basel III soll dafür sorgen das die Banken auf "festen eigenen Beinen" stehen.
Was ändert sich für Privatkunden?
Mit Einführung von Basel III wird der Wettbewerb zwischen den einzelnen Banken steigen und somit auch der Kampf um die Kunden. Desto höhere Zinsen die Bank anbieten kann desto höher ist die Attraktivität der Bank bei den Kunden. Jedoch sollten neben den Zinsen auch die Konditionen des Angebotes der Bank überprüft werden. Konditionen sind z. B. Laufzeiten, Kontogebühren und Kündigungsfristen. In Zukunft werden Erhöhungen von Tagesgeld Zinsen und von Festgeld Zinsen auf den Wettbewerb der Banken zurück zu führen sein, was wiederum gut für den Privatkunden ist.