Wenn sich ein Fonds nicht mehr lohnt wird er von der jeweiligen Fondsgesellschaft entweder geschlossen oder mit einem anderen fusioniert. Doch was sollte man als Anleger tun, wenn man eine solche Nachricht von seinem Fondsanbieter erfährt? Ist es ratsamer sein Kapital soweit es geht abzuziehen oder gibt es noch Hoffnung auf Besserung?
Kapitalschrumpfung bei Fondsverschmelzung?
Angesichts der aktuellen Krise haben die Fondsanbieter mit einer ständig steigenden Skepsis seitens der Anleger zu kämpfen. Es gibt kaum noch einen Anleger, der ohne überzeugende Argumente in Fonds beliebiger Art investiert. Doch einige behaupten momentan, dass im Falle einer Fondsverschmelzung Kapital der Anleger verloren geht bzw. verloren gehen kann. Im Grunde ist diese Aussage falsch.
In der Realität wird aber deutlich, dass im Falle einer solchen Fondsverschmelzung ungewünschte Gebühren entstehen können. Zwar werden grundsätzlich keine Steuern fällig, durch andere Kosten sinkt das Kapital in einigen Fällen aber trotzdem. In einer solchen Situation ist ein Ausstieg unter Umständen ratsam. Eine Entscheidung sollte jedoch im individuellen Fall getroffen werden. Fakt ist, dass Anleger sich im Falle einer Verschmelzung keinesfalls genüsslich zurücklehnen können. Auch sie müssen aktiv werden, um keine bösen Überraschungen zu erleben.
Fondsschließungen
Neben Fondsverschmelzungen ist zurzeit auch eine erhöhte Zahl an Fondsschließungen zu beobachten. Allein der Fondsanbieter DWS will bis Mitte nächsten Jahres etwa 100 Fonds vom Markt nehmen. Auch Allianz Global Investors will das Angebot ähnlich radikal kürzen. Im Falle einer Schließung dauert es jedoch in der Regel längere Zeit bis die Anleger letztendlich ausbezahlt werden können.
Deshalb sollte die Schließung eines Fonds wirklich das letzte Mittel sein, das ergriffen wird. Als Anleger hat man natürlich jederzeit die Möglichkeit sein Geld abzuziehen, um Unannehmlichkeiten im Falle einer Schließung bzw. Verschmelzung zu entgehen.
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