Viele Anleger bangen zurzeit um ihr Kapital, welches sie dem ACI Dubai Fonds anvertraut haben. Wie der BSZ e.V bereits berichtete, ist die Gütersloher Fondsgesellschaft Alternative Capital Investment mit ihren „Dubai-Fonds“ ins Schwanken geraten. Der Fondsinitiator teilte vor Kurzem mit, dass zumindest ein Teil der Fondsimmobilien veräußert worden ist. Der Käufer der Objekte habe jedoch Medienberichten zufolge keine weiteren Bankkredite gewährt bekommen. Leider hat die Gesellschaft bis dato noch keinen verbindlichen Auszahlungstermin mitgeteilt. Darüber hinaus betont die Gesellschaft aber, dass das Anlagekapital „weitestgehend geschützt“ ist.
Keine Vertrauensbasis vorhanden
Die Anleger schenken der Fondsgesellschaft schon seit einiger Zeit kein Vertrauen mehr. Auch der BSZ e.V.-Vertrauensanwalt Dr. Walter Späth, MSc, von Rohde & Späth beurteilt die aktuelle Situation ähnlich kritisch: „Ob diesen Aussagen Glauben geschenkt werden kann, ist leider sehr unsicher, denn bisher haben die Verantwortlichen nicht viel zur Aufklärung der Lage beigetragen“. Aufgrund des enormen Drucks hat der Initiator zu einer außerordentlichen Gesellschafterversammlung im Umlaufverfahren geladen. Eine deutlich logischere Möglichkeit wäre es jedoch gewesen, eine Präsenzveranstaltung abzuhalten, um so wirklich für Aufklärung zu sorgen.
Die Lage vor Ort
In Dubai werden die Geschäfte von Robin Lohmann geführt. Zahlreiche Anleger bezweifeln mittlerweile aber, dass Herr Lohmann zum Wohle der Anleger gehandelt hat und sich die großen Renditen stattdessen selber eingesteckt haben soll. Diesen Indizien ist inzwischen scheinbar auch die Polizei in Dubai nachgegangen. In Gerüchten heißt es, dass Lohmann vorrübergehend seinen Pass abgeben musste. Der BSZ e.V. hat versucht, über den derzeitigen Kenntnisstand vor Ort aufgeklärt zu werden, leider bisher ohne Erfolg. Dafür liegen dem Verein vertrauliche Dokumente vor, die vermuten lassen, dass die Situation um die ACI-Fonds deutlich ernster ist, als im Vorfeld angenommen.