Immobilienfonds: Viel Kapital ist eingefroren 


Als die globale Finanzkrise im Oktober vergangenen Jahres auch die Fondsbranche erreichte, hat man nicht gedacht, dass manche Fonds so lange geschlossen bleiben würden. Noch heute sind etliche Fonds und demzufolge auch größere Summen an Kapital eingefroren. Aber wieso sind die Fonds teilweise über ein Jahr lang geschlossen? Haben Anleger eine Chance ihr Kapital ausgezahlt zu bekommen oder umzulagern, wenn ein Fonds geschlossen ist?

Folgen einer Krise

Nachdem die Krise im letzten Jahr um sich geschlagen hat, sahen sich viele Fondsgesellschaften dazu gezwungen zumindest einige Fonds vorerst zu schließen. Doch jetzt, ein Jahr danach, sieht es immer noch nicht so aus, als würde sich die Situation in naher Zukunft bessern. Viele Anleger kommen zurzeit nicht an ihr Kapital heran, weil entsprechende Fonds geschlossen sind.

Das momentan größte Sorgenkind ist der Morgan Stanley P2 Value. Aktuell stecken hier etwa 1,4 Milliarden Euro fest. Ebenso kritisch sieht die Situation beim TMW Immobilien Weltfonds aus. Auch hier verweigert die Fondsgesellschaft bis auf Weiteres den Rückkauf der Anteile. Im letzten Jahr wurden elf von insgesamt 26 Immobilienfonds infolge der weltweiten Krise geschlossen. Der Grund dafür liegt vor allem bei den Liquiditätsproblemen der Fondsgesellschaften.

Reaktionen

Natürlich sind viele Anleger über die momentane Situation empört. Zurzeit wollen nur die Wenigsten akzeptieren, dass das Geld zum jetzigen Zeitpunkt nicht zur Verfügung steht. Doch was kann man tun, wenn man als Anleger in einer solchen Situation ist? Fakt ist, dass es sehr schwer ist an sein Kapital zu kommen, wenn ein Fonds geschlossen ist. Alles andere hängt individuell vom jeweiligen Fonds ab. Auch wenn in nächster Zeit keine bemerkenswerte Verbesserung prognostiziert wird, ist damit zu rechnen, dass zumindest der ein oder andere Fonds wieder geöffnet wird.

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