Anleger, die in der ersten Jahreshälfte viel gewagt haben, wurden bisher in der Regel nur belohnt. Im Klartext heißt das: Wer viel wagt, der viel gewinnt. Der Wertzuwachs beträgt bei den erfolgreichsten Produkten sogar bis zu 40 %. Vor allem die Produkte, die auf Schwellenländer konzentriert sind, profitierten in der ersten Hälfte dieses Jahres von einer Performance zwischen 30 und 40 %. Diese durchaus erstaunlichen Ergebnisse sind hauptsächlich dem wachsenden Risikoappetit der Investoren zuzuschreiben. Noch im ersten Quartal war die Situation bedeutend schlechter, der zwischenzeitliche Tiefpunkt war dann Anfang März erreicht. Im zweiten Quartal ging es aber wieder bergauf. Man kann auf die Entwicklung im jetzigen dritten Quartal 2009 gespannt sein.
Kurserholungen nur vorläufig?
Experten warnen vor einer zu optimistischen Einstellung zum jetzigen Zeitpunkt. Die meisten Fachleute betrachten die momentanen Kursentwicklungen lediglich als Zwischenerholung. Es wird davor gewarnt, die Krise als vergangen anzusehen und zu meinen, das Schlimmste sei überstanden. Seitens der Experten wird eine weitere Wirtschaftseintrübung mit ernst zunehmenden Turbulenzen für die weltweiten Finanzmärkte erwartet. Hoffnung schöpfen die meisten von den staatlichen Konjunkturprogrammen, die mittlerweile langsam, aber sicher beginnen sollten, zu wirken. Mithilfe dieser staatlichen Unterstützung ist es vermutlich möglich, die momentan andauernde Krise möglichst unversehrt zu überstehen.
Über sensationelle Erfolge
Die Analysegesellschaft Feri Eurorating hat die erfolgreichsten Fonds in dieser ersten Jahreshälfte gesucht. Die Auswertung ergab, dass lateinamerikanische Aktienfonds mit einem durchschnittlichen Plus von 43 % die bisherigen Spitzenreiter 2009 sind. Insgesamt wurden von der Gesellschaft 8.500 Investmentfonds ausgewertet, die in Deutschland zugelassen sind. Das wohl beeindruckendste Plus lieferte Will Landers mit seinen Regionenfonds für Lateinamerika: unglaubliche 70 % hat der Top-Verwalter erzielt.