Weil der Markt mit den „normalen“ Fonds zurzeit überschüttet ist, mussten sich die Fondsgesellschaften etwas Anderes überlegen, um am Markt auch in Zukunft bestehen bleiben zu können. Die Lösung heißen Nachhaltigkeitsfonds. Schon der Name lässt vermuten, dass sich ein Fonds dieser Art für die Umwelt bzw. die Energieeinsparung einsetzen wird. Doch nicht immer muss ein solch „grüner Fonds“ diese Kriterien erfüllen. Die Vergangenheit hat nämlich gezeigt, dass einigen Nachhaltigkeitsfonds der Umweltgedanke gar nicht so wichtig ist. Bei ihnen hat nach wie vor die Rendite oberste Priorität.
Strategien
Die Strategie vieler Fondsgesellschaften ist es in der Öffentlichkeit vertrauenswürdig und seriös aufzutreten. Denn nur wenn einem Anbieter das gelingt, ist damit zu rechnen, dass potenzielle Anleger ihnen glauben werden, dass der Umweltschutzgedanke wirklich an erster Stelle steht. Um dieses Ziel zu erreichen, zeigen sich einige Fondsgesellschaften sogar als Vorbild und bemühen sich zum Beispiel in den eigenen Räumlichkeiten Energie einzusparen. Inwieweit man den Fondsgesellschaften diesbezüglich glauben kann, sollte jeder für sich selbst entscheiden.
Risiko und Rendite
Natürlich prahlen die Anbieter nicht zu selten mit einem niedrigen Risiko oder überdurchschnittlich hoher Rendite. Doch in Anbetracht der Zahlen aus der Vergangenheit lässt sich feststellen, dass sich die „grünen Fonds“ eher auf einem durchschnittlichen Niveau bewegen. Kaum ein Fonds liefert am Ende eines Jahres eine Rendite, die vier Prozent übersteigt. Ausnahmen bestätigen natürlich auch hier die Regel. Für ein Teil der Anleger steht die Rendite aber auch gar nicht im Vordergrund. Ihnen ist es viel wichtiger zum Umweltschutz beizutragen und beispielsweise bei der Bekämpfung des Klimawandels mitzuwirken. Wie bereits erwähnt sind die Maßnahmen, die die Fondsgesellschaften mit den finanziellen Mitteln der Anleger veranlassen, umstritten.