Während in den meisten Branchen die Anzahl der Fonds seit Jahresbeginn tendenziell eher sinkt, konnten sich die sogenannten "grünen Fonds" über hohe Zuwächse freuen. Nun steht natürlich die berechtigte Frage im Raum, warum diese Art von Fonds der Krise trotzen kann. Bietet sich für die Anleger mit dem grünen Teilsegment die Möglichkeit, auch in Zukunft akzeptable Renditen zu erzielen oder ist eher davon abzuraten, zum jetzigen Zeitpunkt noch in die grünen Fonds zu investieren? Das Sustainable Business Institute veröffentlichte kürzlich eine Analyse, die über diese Fragen mehr oder weniger Aufschluss gibt.
Analyse des SBI
Das Sustainable Business Institute stellte vor einigen Tagen die Ergebnisse der umfangreichen Analyse vor. Das SBI schrieb zum Beispiel, dass es Mitte dieses Jahres insgesamt 301 nachhaltige Fonds gibt, die entweder in Deutschland, Österreich oder der Schweiz zugelassen sind. Vergleicht man die Zahlen mit denen vom Ende letzten Jahres, kann man schnell feststellen, dass die Fondsanzahl um 10% bzw. 27 Fonds gestiegen ist.
Seit Beginn des Jahres sind laut SBI 13 "grüne" Fonds neu angelegt worden. Darüber hinaus sind 22 Ökofonds hinzugekommen. Der Leiter des SBI, Paschen von Flotow, äußerte sich zum Thema wie folgt: "Dass die Zahl weiter steigt, zeigt, dass die Investmentgesellschaften in dem Segment Chancen sehen".
Aussichten und Empfehlungen
Für die zweite Jahreshälfte 2009 ist eine weiterhin positive Entwicklung bei den grünen Fonds zu erwarten. Das grüne Teilsegment hat noch eine Menge Potenzial, das hoffentlich schon bald genutzt wird. Als Anleger sollte man zum jetzigen Zeitpunkt allerdings vor überstürzten Handlungen gewarnt sein. Schließlich besteht immer das Risiko, Verluste hinnehmen zu müssen.