Großes Fondsterben in Europa? 


Bereits in den nächsten Jahren soll sich die Zahl der Fonds in Europa bemerklich reduziert haben. So prognostizieren es zumindest einige Experten. Doch wird die Situation sich wirklich noch weiter dramatisieren oder ist der Tiefpunkt bereits erreicht? Wenn man beispielsweise der Ratingagentur Morningstar glaubt, wird das Angebot an Investmentfonds im laufenden Jahr um etwa fünf Prozent sinken. Fakt ist jedoch, dass eine positive Entwicklung wohl erst wieder in den kommenden Jahren zu erwarten ist. Wie wird die Krise sich in nächster Zeit auf den Fondsmarkt auswirken und wie viele Fonds werden noch geschlossen oder fusioniert? Das sind wohl momentan die Fragen, die sich nicht nur viele Experten, sondern auch Anleger stellen.

 

2009: Bisheriger Verlauf

Die Krise zeigt Wirkung. Spätestens jetzt weiß man, dass nicht nur die Fondsbranche in einer tiefen Krise steckt. Der Verlauf der ersten neun Monate des Jahres 2009 lässt nichts Positives verhoffen. Es wurden bisher zwar 1.560 Produkte neu aufgelegt, dafür wurden aber auch 1972 Fonds geschlossen und weitere 996 mit anderen Produkten fusioniert. Insgesamt lässt sich also eine Verringerung des Angebotes um 1408 Produkte feststellen. Eine großartige Überraschung sind diese Zahlen angesichts der Prognose der Lipper Agentur nicht. Die Agentur teilte schon vor einigen Monaten die dramatischen Zahlen mit.

 

Zukunft des Fondsmarktes

Viele Anleger fragen sich zurzeit, ob es noch sinnvoll ist in Fonds zu investieren. Die Folge: Eine aktuell zurückhaltende Reaktion der Anleger. Für die Fondsgesellschaften wird es schwer werden das Vertrauen der Anleger wiederzugewinnen, sodass Fonds in ferner Zukunft wieder als sicheres und rentables Anlageinstrument anerkannt werden. Man darf in jedem Fall gespannt sein, ob die Experten mit ihren Prognosen Recht behalten werden. Zurzeit lässt sich ein intensives Aussterben der deutschen Fonds in der Finanzbranche beobachten. Große und bekannte Anbieter, wie zum Beispiel Allianz oder DWS misten ihre Fonds aus, weil sich viele Anleger mehr und mehr zurückziehen und ihr Geld zurückfordern. Es wird geschätzt, dass etwa ein Fünftel der Produkte diese Krise nicht überstehen wird. Das kann für die verbleibenden Anleger unter Umständen ein ernstes Problem darstellen.

 

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