Vor allem wegen der anhaltenden weltweiten Finanzkrise kommt es immer häufiger zu Fusionierungen oder gar Schließungen einiger Fonds. Können Anleger das verhindern und muss man Angst um seine Anlage haben, wenn es zu einer Schließung kommt? Grundsätzlich lautet die Antwort zweimal nein. Anleger können nämlich weder verhindern, dass Fonds geschlossen werden, noch brauchen sie in so einem Fall Angst haben, größere Verluste hinnehmen zu müssen.
Benachrichtigung der Anleger
Die Fondsgesellschaften teilen ihren Kunden die Verschmelzung oder Schließung ihrer Fonds in der Regel per Post mit. Allianz Global Investors und die DWS
wollen die Anzahl der Produkte zum Beispiel jeweils um rund 100 reduzieren. Grund dafür ist hauptsächlich die globale Finanzkrise, die zahlreiche Anleger verunsichert hat. Die Fonds werden in der Regel nur dann geschlossen, wenn die Fondsverwaltung zu aufwendig wird und hohe Abflüsse zu verzeichnen sind. Eigentlich gilt die Schließung oder Fusionierung eines Produktes also als Lösung für den Notfall.
Die Anleger haben sich schließlich für ein bestimmtes Produkt entschieden und wollen oftmals keine Verschmelzung oder gar eine Schließung. Doch die Realität sieht so aus, dass einige Anbieter bereits Fusionierungen in die Wege leiten, obwohl es keinerlei Anhaltspunkte dafür gibt. Wenn man als Anleger von einer Fondsschließung betroffen sein sollte, gilt es grundsätzlich erst einmal abzuwarten. Bis die Fondsgesellschaft alle Formalitäten geklärt hat, kann es unter Umständen einige Wochen dauern. Im Regelfall erhält man aber entsprechende Informationen vom Anbieter.
Versteuerung bei Fusionierungen?
In der Regel muss man als Anleger im Falle einer Verschmelzung von mehreren Produkten keine Angst haben, die Umwandlung in irgendeiner Weise versteuern zu müssen. Eigentlich funktioniert eine solche Umwandlung zumindest bei deutschen Fonds völlig unkompliziert und bringt keinerlei Probleme mit sich. Anders ist die Situation bei ausländischen Fonds. Hier ist es bei Fusionierungen oftmals zumindest ein wenig schwieriger.