Wenn das Vertrauen nicht bald wieder aufgebaut werden kann, steht der Fondsbranche eine sehr schwierige Zeit bevor. Momentan leidet die Branche unter der anhaltenden Skepsis seitens der Anleger. Es gibt nur noch sehr wenige Anleger, die Vertrauen in diese Anlagemöglichkeit haben. Dementsprechend schlecht sind die Bilanzen der meisten Fondsgesellschaften. Empfiehlt es sich vielleicht gerade jetzt in Fonds zu investieren oder sollte man den Massen folgen und ebenfalls zumindest vorerst aus dem Börsengeschäft aussteigen?
Entwicklung
Es ist schon erstaunlich wie sich eine Branche innerhalb kürzester Zeit verändern kann. Noch vor einigen Jahren galten Fonds als sicheres und rentables Anlageinstrument. Mittlerweile hat kaum noch ein Anleger Vertrauen zu Fonds. Die Krise hat dazu geführt, dass im Jahr 2008 fast 28 Milliarden Euro von den Anlegern abgezogen wurden. Für 2009 sieht die Entwicklung dagegen schon weitaus positiver aus.
Trotzdem wurden bis Ende Oktober etwa 640 Millionen Euro abgezogen. An diesen Millionenabflüssen sind in erster Linie die Geldmarktfonds schuld. Damals erfreuten sie Anleger mit einer recht hohen Rendite. Mittlerweile ist die Rendite, die bei dieser Art von Fonds gezahlt wird, unterdurchschnittlich gering. Etwas ausgeglichen wurden die Abflüsse bei Geldmarktfonds von der positiven Entwicklung der Aktienfonds. Hier konnte ein wahres Comeback beobachtet werden.
Fondsanleger
Im Jahr 2008 waren es noch rund 16 Millionen Anleger, die in Fonds investiert haben. Diese Zahl hat sich binnen eines Jahres auf jetzt nur noch 15 Millionen Anleger reduziert. Das bedeutet, dass rund eine Million Anleger sich vom Fondsgeschäft distanziert haben. Das teilte der BVI in der vergangenen Woche mit. Momentan ist die Zahl der Fondsanleger wieder mit der von 2005 zu vergleichen.