Expertenrat zahlt sich oft nicht aus 


Da Fonds im Gegensatz zu anderen Anlagemöglichkeiten meist relativ kompliziert sind, haben es die meisten Fondsanleger noch vor einigen Jahren vorgezogen, einen Experten aufzusuchen, der zwar oft teuer war, dafür aber für eine höhere Rendite sorgen sollte. Wer schließlich dazu bereit ist, den Rat eines Experten teuer zu bezahlen, sollte auch auf das Wissen und die Erfahrung des Experten vertrauen und eine gute Rendite erwarten können. Soweit die Theorie, die Praxis sieht – wie wir am Beispiel der jetzigen Krise verfolgen können – jedoch leider in den meisten Fällen ganz anders aus.

 

Expertenrat rentiert sich selten

Zahlreiche Anleger wurden seit der Krise von den vermeintlichen Experten enttäuscht. Aktienfonds, die von „Spezialisten“ verwaltet werden, verloren erstaunlicherweise in vielen Fällen mehr als vergleichbare Indizes. Im Schnitt verloren weltweit angelegte Fonds im vergangenen Jahr 40 %, der MSCI World Index allerdings drei 3 % weniger. Es zeigt sich insbesondere angesichts der jetzigen Krise deutlich, dass sich vermeintliche Spezialisten oftmals leider nicht rentieren und nicht die Ziele erreichen, die man sich für den teuren Expertenrat erwartet hat. Aus diesem Grund hat sich die Situation bei den Fonds relativ schlagartig geändert. Indexfonds werden wieder beliebter.

 

Der Umstieg auf Indexfonds

Indexfonds profitieren momentan von den Fondsspezialisten, die ihr Geld in der Regel nicht mehr wert sind. Die Anleger haben schnell erkannt, dass sich teurer Expertenrat nicht rentiert, und zügig Konsequenzen gezogen. Viele Anleger steigen nämlich von aktiv gemanagten auf Indexfonds (ETFs) um. Ein großer Vorteil, der für die Indexfonds spricht, sind die niedrigen Kosten, weil jeweils nur ein Index oder Aktienkorb abgebildet ist. Es wird erwartet, dass Indexfonds auch in naher Zukunft weiterhin beliebt bleiben und aktiv gemanagte Fonds zunehmend an Interessenten verlieren werden.

 

Weitere Informationen zu diesem Thema hier:

focus.de
handelsblatt.com