Aktuell beklagen sich etliche Schiffswerften und Reedereien über die enorm schlechte Situation in der Branche. Die Preise für Schiffe sind – wie viele Experten immer wieder betonen – zurzeit auf einem außergewöhnlich niedrigen Niveau. Sollte man jetzt die Gunst der Stunde nutzen und in Zocker-Fonds investieren, die auf ein baldiges Ende der Schifffahrtskrise spekulieren oder ist das Risiko in Anbetracht der möglichen Rendite noch zu groß?
Fakt ist, dass die gesamte Branche momentan mit einer harten Krise und entsprechenden Gewinneinbrüchen zu kämpfen hat. Wie schlecht es zum Beispiel den Werften geht, wird an den aktuellen Meldungen in den Medien deutlich, die über Liquiditätsprobleme oder sogar Schließungen einiger Werften berichten.
Die Gunst der Stunde nutzen
Nicht nur der typische Durchschnittsdeutsche ist in wirtschaftlich schweren Zeiten auf der Suche nach Schnäppchen. Auch einige Fondsgesellschaften setzen auf Risiko und wollen die schlechte Situation in der Schiffsbranche nutzen, um in Zukunft hohe Gewinne zu erwirtschaften. Zum jetzigen Zeitpunkt sind Schiffe so günstig, wie schon seit mehreren Jahren nicht mehr.
Das wissen auch Fondsgesellschaften und versuchen zurzeit möglichst viele Schiffe zu Spottpreisen einzukaufen, um sie später natürlich zu einem wesentlich höheren Preis wieder weiterverkaufen zu können.
Schnäppchenfonds
Der Schnäppchenfonds der ostfriesischen Oltmann-Gruppe ist ein Beispiel für eine der vielen Fondsgesellschaften, die die aktuelle Flaute im Seeverkehr nutzen wollen.
Die meisten Schnäppchenfonds haben sich darauf spezialisiert, Schiffe zu kaufen, die durch Insolvenzen anderer Fondsgesellschaften zwangsweise verkauft werden müssen. Schiffe aus Firmeninsolvenzen sind – wie es auch oftmals bei Immobilien der Fall ist – sehr günstig zu erwerben.
Schnäppchenfonds spekulieren in der Regel auf eine baldige Besserung der Situation. Tritt diese jedoch nicht ein, haben Anleger noch höhere Verluste zu befürchten. Wer allerdings bereit ist für eine hohe Rendite ein großes Risiko in Kauf zu nehmen, ist mit den sogenannten „Zocker-Fonds“ gut bedient.
Weitere Informationen zum Thema Schifffahrtskrise finden Sie hier:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,640834,00.html
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,635185,00.html