Die jüngste Umfrage von Axa bestätigt die Behauptungen einiger Experten, die besagen, dass Deutsche immer mehr das Interesse an Fonds verlieren. Seit Beginn der Krise ist deutlich zu beobachten, wie Bundesbürger Fonds jeder Art immer skeptischer gegenüberstehen. Die Umfrage von Axa sollte zeigen, inwieweit Deutsche über Fonds Bescheid wissen. Das Ergebnis ist ziemlich erstaunlich: Mehr als die Hälfte aller Befragten konnte die Fragen zum Thema Fonds nicht korrekt beantworten.
Geringere Investitionen gleich weniger Fachwissen
Die Unwissenheit, die aus der Umfrage deutlich wurde, lässt sich vor allem damit begründen, dass immer weniger Interesse an dieser Anlagemöglichkeit haben.
Noch vor Jahren war durchschnittlich jeder fünfte Deutsche im Besitz von Investmentfonds. Heute hat sich dieser Anteil bereits auf 18 % reduziert. Experten rechnen mit weiteren Einbrüchen bezüglich der gesamten Anlagesummen bei Fonds. Aufgrund des zurückgehenden Investitionsvolumens sinkt nun auch der Wissensstand zum Thema Fonds bei der Bevölkerung. So wusste mehr als die Hälfte (53 %) aller Befragten nicht, dass Fonds ohne Einhaltung irgendwelcher Fristen täglich veräußert werden können und somit jederzeit verfügbar sind. Außerdem wissen laut der Axa-Studie 62 % der Befragten nicht, dass die Investoren im Falle einer Insolvenz der Fondsgesellschaft nicht zwingend ihr gesamtes Kapital verlieren müssen. Die Studie wird schon seit 2006 von Axa Investment Managers Jahr für Jahr durchgeführt.
Über die Hälfte der Deutschen sind Anfänger in Sachen Geldanlagen
Wie sich dem Ergebnis der Axa-Studie außerdem entnehmen lässt, sind knapp die Hälfte der Befragten (49 %) Anfänger in Sachen Geldanlagen. Weitere 15 % der Befragten besitzen in Sachen Fonds keinerlei Wissen und gelten somit als absolut unwissend. Als „Fortgeschrittene“ können derzeit 30 % der Deutschen bezeichnet werden. Im vergangenen Jahr waren es noch 14 % mehr. Die Zahl der Profis, die überdurchschnittlich gut über das Thema Bescheid wissen, ist ebenfalls von acht auf sechs Prozent gesunken. Von Experten werden die Deutschen sogar häufig als „finanzielle Analphabeten“ bezeichnet. Nur ein Bruchteil der Bevölkerung beschäftigt sich gerne mit dem Thema Geldanlagen.