Es klingt ziemlich skurril, aber um liquide zu bleiben verklagen Fondsgesellschaften jetzt wohl schon die Anleger. Sie verlangen, dass die Investoren bereits ausgezahlte Renditen an den jeweiligen Schiffsfonds zurückzahlen. Doch aus welchem Grund? Sind Fondsgesellschaften wirklich dazu berechtigt derartige Schritte einzuleiten? Gibt es für die Anleger irgendeine Chance?
Reaktionen
Wie man sich vorstellen kann reagieren die meisten Anleger auf eine derartige Aufforderung des Anbieters empört. Sie sehen grundsätzlich nicht ein, dass sie für die Fehler anderer bezahlen sollen. Doch wenn mit einer Anklage gedroht wird und die Rechtslage scheinbar eindeutig ist, hat man eigentlich gar keine andere Möglichkeit als die Rendite zurückzuzahlen. Doch nicht immer ist die Rechtslage so eindeutig, wie in den bisherigen Fällen. Anleger sollten deshalb im individuellen Fall jeweils prüfen lassen, ob man gegen eine eventuelle Klage vorgehen kann oder ob man doch lieber zahlen sollte.
Gründe
Momentan stellt sich immer wieder die gleiche Frage, warum teilweise Anbieter die Rendite zurückfordern. Der Grund liegt wohl in erster Linie darin, dass es vor allem in jetziger Zeit für Schiffsfonds sehr schwer ist liquide zu bleiben. Es kann jedoch nicht richtig sein, wenn für die Fehler der Manager oder anderer Führungskräfte wieder der „normale“ Anleger bezahlen muss. Bislang sind nur einige wenige Fälle bekannt, in denen Fondsgesellschaften ihre Anleger verklagen. Doch sollten diese Verfahren für die Anbieter erfolgreich verlaufen, ist damit zu rechnen, dass in Zukunft wesentlich mehr Fondsgesellschaften die Möglichkeit in Betracht ziehen werden, bereits gezahlte Renditen zurückzufordern. Experten sind zumindest oftmals noch der Meinung, dass die Rückzahlungsforderungen nicht bestehen. Geklärt werden muss das jedoch in jedem einzelnen Fall.