Viele Anleger sind der Meinung, dass die Größe der Fonds unmittelbar mit dem Erfolg zusammenhängt. Ein großer Fonds mit hohem Volumen soll demnach erfolgreicher sein, als es ein kleinerer Fonds ist. Experten sehen aber gerade in der Größe den Schwachpunkt. Es gibt mehrere Gründe, die einen großen Fonds im Gegensatz zu einem kleinen unattraktiv machen.
Warum der Erfolg nicht mit der Fondsgröße zusammenhängt
Viele Experten und auch einige Investoren versuchen immer wieder zu betonen, dass ein großer Fonds nicht immer gleich besser sein muss. Die verschiedenen Fondsgrößen haben jeweils Vor- und Nachteile, die natürlich beachtet werden müssen. So gelten kleinere Fonds zum Beispiel in Krisenzeiten als stabiler und folglich auch sicherer. Im Gegensatz dazu wird den großen Fonds vorgeworfen, dass sie in schlechten Zeiten schnell zusammenbrechen und Anleger dadurch hohe Verluste einbüßen müssten.
Den Grund dafür sehen die meisten in der angeblichen Trägheit der großen Fonds. Ihnen soll es nicht möglich, rechtzeitig auf veränderte Marktsituationen zu reagieren, so die Vorwürfe vieler Experten. Dazu sagt Dachfondsmanager Eckhard Sauren: "Gerade bei einem kleinen Fondsvolumen haben erfahrene Fondsmanager die Möglichkeit, erhebliche Mehrwerte gegenüber dem Marktindex zu erzielen".
Je größer, desto besser?
Zu dieser Themenfrage lassen sich ganz unterschiedliche Ergebnisse vorlegen. Die Ratingagentur Feri Eurorating Services, die dem Zusammenhang zwischen Ratingnote und Fondsgröße nachgegangen ist, kommt beispielsweise zu recht überraschenden Ergebnissen. Die Ergebnisse von Feri besagen, dass größere Fonds in vielen Fällen auch ein besseres Rating vorweisen können. So verwalten die Fonds mit dem besten Rating "A" im Durchschnitt ein Vermögen von 452 Millionen Euro.
Die schlechteren Fondsprodukte, die nur ein Rating von "E" vorweisen können, kommen hingegen nur auf ein durchschnittliches Vermögen von 124 Millionen Euro. Damit zeigt Feri deutlich, dass die Größe des Fonds doch für den Erfolg ausschlaggebend ist.