Viele fragen sich im Moment, ob Immobilienfonds in Zeiten der weltweiten Krise überhaupt noch attraktiv sind. Mittlerweile mussten schon acht offene Immobilienfonds wegen der Krise geschlossen werden. Ist die Angst um einen Verlust der Anlage berechtigt und ist es noch empfehlenswert, Immobilienfonds als Anlage zu wählen?
Folgen einer Schließung
Wenn ein Immobilienfonds geschlossen wird, muss das für die jeweiligen Anleger nicht zwangsweise ein Totalverlust bedeuten. Eine Schließung kann allerdings dazu führen, dass das Geld der Anleger unter Umständen für drei Monate eingefroren wird. Natürlich ist eine Fondsschließung für die Rendite nicht gerade fördernd. Aus diesem Grund vermeiden die Fondsanbieter Schließungen auch soweit es geht und entscheiden sich dafür sofern es geht für eine Fusion zweier Fonds. Eine Verschmelzung von mehreren Fonds bedeutet für die Anleger keine großen Veränderungen. Ein großer Vorteil einer Fusion ist, dass das Geld nicht ausgezahlt werden muss und so Verluste vermieden werden.
Die betroffenen Fonds
Bisher sind es "nur" acht Immobilienfonds, die von der Schließung betroffen sind. Jetzt schon geschlossen sind folgende Fonds: AXA Immoselect, KanAM US-grundinvest, KanAM grundinvest, Morgan Stanley P2 Value, SEB ImmoInvest, TMW Immo Weltfonds, UBS EuroInvest und UBS 3 Kontinente. Die Wahrscheinlichkeit, dass noch andere Immobilienfonds in naher Zukunft geschlossen werden, ist zwar ziemlich hoch, trotzdem sollte man in der jetzigen Situation nicht in Panik verfallen.
Geld in Gefahr?
Es sei an dieser Stelle nochmal klargestellt, dass Anleger bei einer Schließung der Fonds, in der sie investiert haben, keine großen Verluste zu erwarten haben. Dafür müssen sie sich aber drei Monate lang gedulden, bis die Anlage dann ausgezahlt wird. Wer das Geld allerdings dringend benötigt, kann seine Fondsanteile an der Börse vorher verkaufen. Wegen den hohen Gebühren die dann fällig werden, raten Experten aber von einem so schnellen Verkauf ab.