Die Krise schien ihren Höhepunkt erreicht zu haben. Besserung war in Sicht. Doch nun sieht es wieder so aus, als wenn die Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise wieder zu spüren sind. Mit Beginn der Krise wurden damals zwölf offene Immobilienfonds geschlossen.
Nachdem sich die Situation nach einiger Zeit wieder stabilisiert hatte, waren es nur noch vier geschlossene Fonds. Man rechnete damit, dass früher oder später auch diese Fonds wieder geöffnet werden könnten. Doch jetzt die dramatische Wende: In dieser Woche wurden wegen Liquiditätsproblemen weitere zwei Fonds geschlossen.
Betroffene Fonds
Bei den zwei Fonds, die in dieser Woche geschlossen wurden, handelt es sich zum einen um den Fonds Degi International und zum anderen um den Fonds Immoselect von Axa. Aktuell sind es etwa elf Prozent des gesamten Anlagekapitals, das momentan in geschlossenen Fonds eingefroren ist. Sollten in den nächsten Wochen weitere Immobilienfonds folgen, die von den Fondsgesellschaften geschlossen werden, ist mit einer erneuten Anlegerflucht zu rechnen.
Eine solche Flucht hätte wiederum zur Folge, dass das Vertrauen schwinden und die Skepsis steigen würde. Es würden also wieder mehr Anleger ihr Geld abziehen. Um dies zu vermeiden bemühen sich Fondsgesellschaften in der Regel Schließungen zu vermeiden.
Krisenzeit
Eigentlich ist man davon ausgegangen, dass sich die Situation auf den internationalen Finanzmärkten ab Mitte dieses Jahres wieder stabilisiert. Aber angesichts der neuen Schließungen besteht berechtigter Zweifel am scheinbaren Ende der Krise. Ist das Gröbste doch noch nicht überstanden? Steht uns der Höhepunkt der Krise etwa noch bevor? Diese Fragen sind es, die momentan viele Anleger beunruhigen. Während einige Experten die jüngsten Schließungen als kleines Zwischentief bezeichnen, sind andere Fachleute der Meinung, dass sich die wirtschaftliche Situation auch in den kommenden Monaten weiter dramatisieren wird.