Schwere Zeiten für die kleinen Sparer. Seit mehr als einem Jahr müssen sie mit ansehen, wie eine Bank nach der anderen nach und nach die Zinsen für Spareinlagen immer weiter in den Keller drückt.
Wenn 20.000 Euro im Sommer 2008 noch 1.000 Euro Zinserträge in einem Jahr gebracht haben, werfen diese 20.000 Euro jetzt maximal noch 400 Euro ab.
Die Zinsen für Tagesgeld und Festgeld sinken weiter
Sparer, die ihr Geld vorwiegend in Tagesgeld und Festgeld anlegen, haben momentan wenig Freude. Wer regelmäßig die Angebote über den Tages- und Festgeldvergleich verfolgt, wird schon festgestellt haben, dass die Zinsen immer tiefer in den Keller gehen. Der sicherheitsorientierte Sparer muss diese Tatsache hinnehmen, denn er hat kaum Alternativen.
Selbst wenn eine Bank, wie die Bank of Scotland noch im Januar mit Zinsen von 2,3 Prozent auf das Tagesgeld geworben hat, ist der Zins inzwischen auf 2,1 Prozent gesunken. Nicht einmal vier Wochen lagen zwischen den Angeboten. Viele Tagesgeldanleger schaffen es nicht einmal ihre Geldanlagen zu transferieren, bevor die nächste Zinssenkung kommt.
Gibt es alternative Lösungen?
Wer als Sparer nur auf diese Sparformen vertraut, hat keine andere Möglichkeit, als die Augen aufzuhalten und zu reagieren, um bei diesen mageren Zinsangeboten wenigstens immer die Besten zu nutzen.
Allerdings bleibt auch immer noch die Möglichkeit, über alternative Geldanlageformen nachzudenken. So haben zum Beispiel Anleger, die 2009 auf Aktien gesetzt haben, gute Erträge realisieren können. Allein der DAX hat 2009 um mehr als 20 Prozent zugelegt. Es gehört natürlich schon ein bisschen mehr Mut dazu, seine Ersparnisse in Aktien anzulegen, denn Sicherheit gibt es bei dieser Anlageform nicht. Für Anfänger ist es am besten, es zuerst mit Fonds zu versuchen. Da müssen sie nicht alles auf eine Karte setzen und überlassen dem Fondsmanager die Auswahl der Aktien.
Bankberatungsprotokolle
Seit Januar sind die Banken in der Pflicht. Sie müssen über Bankberatungsgespräche Protokolle führen, sodass Anleger vor Falschberatung besser geschützt sind. Wer sicher sein will, dass er renditestarke Produkte kauft, ist bei einem Honorarberater besser aufgehoben. Bankberater sind Verkäufer, sie verkaufen in aller Regel Produkte, die ihnen hohe Provisionen versprechen. Die Interessen des Anlegers stehen an zweiter Stelle. Unabhängige Berater beraten hingegen unabhängig von Produkten. Sie bekommen ihr Honorar vom Kunden, den sie beraten haben.
Weitere Informationen zum Thema Zinsen 2010 finden Sie hier:
http://www.geld-magazin.info/geldanlage/tagesgeld/tagesgeldkonto-der-ban...
http://www.geld-magazin.info/geldanlage/festgeld/zinsentwicklung-bei-fes...
http://www.geld-magazin.info/geldanlage/tipps/zinsentwicklung-2010