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Was Kinder kosten

Den wenigsten Eltern ist bewusst, was ihre Kinder von der Geburt bis zur Selbstständigkeit an Kosten verursachen. Statistiken zufolge investieren die Eltern bis zu dem Zeitpunkt da ihre Sprösslinge auf den eigenen Beinen stehen in etwa 350.000 Euro in ihre Kinder.

Das entspricht dem Gegenwert von einem schönen Einfamilienhaus. Dabei wurde ein Durchschnitt von 550 Euro im Monat zugrunde gelegt. Jährlich steigen diese Ausgaben kontinuierlich an. Um auf diesen Betrag zu kommen, wurden nur die Aufwendungen für Essen, Bekleidung und Wohnung berücksichtigt.

 

Was Kinder kosten

Völlig außer Acht gelassen wurden die kosten für die Vorsorge und für bestimmte Versicherungen. Natürlich ist das nur ein abgebildeter Durchschnittswert, wie viel die Eltern wirklich aufbringen ist natürlich immer von deren Einkommenssituation abhängig.

 

Bei den geringeren Nettoeinkommen pro Haushalt sind die Ausgaben natürlich auch geringer, während bei den wohlhabenden Eltern der monatliche Betrag schon fast an die 1.000 Euro heranreicht. Dass Kinder so teuer sind, wenn die Eltern möchten, dass es ihnen gut geht – gereicht den Kindern zum Nachteil.

In Deutschland gibt es immer mehr Eltern, die in armen Verhältnissen leben, für die sind diese Zahlen nur Statistik. Deshalb nimmt auch die Kinderarmut in Deutschland immer mehr zu. Sind mehrere Kinder in einer Familie zu versorgen, dann sinken die monatlichen Ausgaben im Durchschnitt um 100 Euro.

 

Unterschiedliche Kosten bei Alter der Kinder

Dabei muss natürlich auch wieder differenziert werden, in welchem Alter die Kinder sind für die bis unter Sechsjährigen werden durchschnittlich laut Statistik 470 Euro ausgegeben und für 12- bis 18-jährige Kinder und Jugendliche liegen die Ausgaben im Monat dann schon bei 670 Euro, als ungefähr 40 Prozent höher. Richtig kostspielig wird das Ganze, wenn das Kind nach dem Abschluss der Schule ein Studium angeht.

So ein Hochschulstudium schlägt bei den Kosten für viele Eltern mit ungefähr 40.000 Euro zu Buche, dabei sind die heute fälligen Studiengebühren noch gar nicht inbegriffen. Wer sich diese Zahlen verinnerlicht, kann nachvollziehen, warum viele Eltern sich gegen ein Kind oder zumindest gegen ein weiteres Kind entscheiden. Die Angst vor den explodierenden Kosten ist mit ein wesentlicher Grund. Fast 40 Prozent der Eltern, die dazu befragt wurden, machten diese Angaben. Bei denen die noch gar keine Kinder hatten, war der prozentuale Anteil noch höher.

 

Viele Eltern glauben heute auch, dass die Kinder nicht dazu beitragen werden, dass es ihnen im Rentenalter besser geht, somit geht der ökonomische Aspekt, der beim Kinderkriegen ursprünglich mal eine Rolle spielte, nach und nach verloren. Doch Kinder sind nicht nur eine Kostenfrage, Kinder bringen auch Glück und selbst für die Volkswirtschaft sind sie wichtig.

 

Wirtschaftsforschungsinstitute haben festgestellt, dass Kinder von der Gesellschaft in etwas Leistungen von knapp 400.000 Euro bekommen, für Schule, Krankenversicherung und Kindergeld. Ist ein Kind erst erwachsen, bringt es als Steuerzahler und in Form der Sozialabgaben wieder 470.000 Euro zurück. So ist jedes Kind statistisch gesehen ein volkswirtschaftlicher Gewinn.