Geld Magazin

Die Wirtschafts- und Finanzkrise 2008 und jetzt

1944 in Bretton Woods haben die Finanzminister und Notenbankchefs von 44 Staaten der späteren Siegermächte des Zweiten Weltkriegs den Dollar als Leitwährung festgeschrieben. Der Dollar wurde seinerzeit in ein festes Wechselkurssystem eingebunden, wobei die USA sich verpflichtet hatten, den Kurs des Dollars durch entsprechende Reserven in Gold abzusichern.

Schon in den sechziger Jahren, als in den USA immer mehr Geld gedruckt wurde um den Krieg in Vietnam zu finanzieren konnten die Bestände an Gold nicht entsprechend mitwachsen. Im Jahr 1971 kündigte der damalige Präsident der USA, Richard Nixon, die Eintauschpflicht. Die nun nicht mehr regulierte Doppelrolle des Dollars und Spekulationen mit den Devisen sorgten schon damals für Währungsturbulenzen und einer wachsenden Anfälligkeit für Krisen im weltweiten Wirtschafts- und Finanzsystem.

 

Die Wirtschafts- und Finanzkrise 2008 und jetzt

Die jetzige Wirtschafts- und Finanzkrise, die mittlerweile ein globales Ausmaß nie da gewesener Art angenommen hat, hat auch in den USA ihren Ursprung. Der Dollar ist total überbewertet, was dazu führte, dass die USA ein Defizit in der Leistungsbilanz hatte. So wurde das Kreditsystem genutzt, um eine künstliche Nachfrage mit schrecklichen Folgen für die Verbraucher zu schaffen.

 

Was muss passieren

Ob es wirklich Alternativen zum Dollar-System geben könnte und wie die realisierbar sind, ist ein heiß umstrittenes Thema, das heftig diskutiert wird. Manche wollen zu einer Politik der festen Wechselkurse zurück, um auf dieser Basis ein völlig neues Währungssystem zu entwickeln und andere bevorzugen eine eigenständige neue Leitwährung für die Welt. Besonders die Länder Brasilien, Russland und China sind die Verfechter für ein neues internationales Währungssystem. Verliert der Dollar seine Funktion als Leitwährung, verliert auch die USA ihre Vormachtstellung in der Welt. Es wäre gut möglich, dass in Zukunft eine Weltzentralbank geschaffen würde, bei der jeder Staat der Welt ein Konto für internationale Finanztransaktionen bekommt, alle Geschäfte könnten dann in einer einheitlichen durch Goldreserven abgesicherten Weltwährung abgerechnet werden.

 

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